Artikel

Phasen der sexuellen Entwicklung I

Wie genau entwickelt sich eigentlich die Sexualität von Kindern und Jugendlichen? Gibt es bei Babys und Kindern auch schon so etwas wie Sexualität? In welchem Alter sind welche Themen wichtig?
Diese Tabelle bietet dir einen umfangreichen Überblick darüber, was in welchem Alter passiert und wie du dein Kind sensibel begleiten und unterstützen kannst. Die Altersangaben sind dabei keine exakten Werte, sondern eher ungefähre Orientierungswerte und individuelle Abweichungen sind möglich.

Artikel
Blumen-Blüte - Sexuelle Entwicklung

0-1 Jahr: Entwicklung im Babyalter

Babys haben ein natürliches Bedürfnis nach körperlicher Nähe: Streicheln, Kuscheln auf der nackten Haut, Massieren, Tragen… all das brauchen Babys, um sich körperlich und geistig gesund zu entwickeln. Kinder, die zu wenig Zärtlichkeit erleben, entwickeln sich deutlich schlechter – in Extremfällen sind Babys sogar daran gestorben! Angenehme Erfahrungen mit Körpernähe fördern außerdem ein stabiles Selbstwertgefühl und eine gute Beziehung zum eigenen Körper.
Babys unterscheiden nicht zwischen sexuellen und „harmlosen“ Zärtlichkeiten, weshalb sie manchmal auch an ihren Genitalien spielen – sie merken einfach, dass das schöne Gefühle auslöst und genießen diese. Bei Jungen können Erektionen entstehen; meist handelt es sich dabei aber einfach um körperliche Reflexe.
Babys haben ein starkes Saugbedürfnis, weshalb für ihr körperliches Wohlbefinden Saugen an der Brust, Flasche oder am Schnuller wichtig sind. Babys lieben es, immer mal wieder nackt strampeln zu dürfen – so können sie sich viel besser bewegen und ihre motorischen Fähigkeiten können sich ungehindert entwickeln.
Gleichzeitig gibt es auch für Babys Situationen, in denen sie Abstand brauchen und eine Pause von Kuscheln oder von der Massage brauchen.

Aufgaben der Eltern

  • Erfüllung der körperlichen Bedürfnisse durch Stillen/Füttern nach Bedarf, ggf. zusätzlich durch einen Schnuller
  • Tägliches Tragen, Kuscheln, Streicheln – ohne Angst vor dem Verwöhnen! Körpernähe ist ein Grundbedürfnis!
  • Gelegenheiten zum Nackt-Strampeln schaffen (zum Beispiel unter der Wärmelampe oder in geheizten Räumen).
  • Respektvoll mit dem Körper des Babys umgehen, zum Beispiel beim Wickeln und Anziehen sanft vorgehen, immer mal wieder erklären, was gerade passiert und akzeptieren, wenn Babys Berührungen gerade nicht wollen.
  • Gelassener Umgang mit sexueller Neugier des Babys, zum Beispiel, wenn es sich im Intimbereich streichelt – Eltern sollten das zulassen und als normalen Schritt einer gesunden Körperentwicklung betrachten.
Melanie Schüer

Autorin

Dieser Artikel wurde von Melanie Schüer verfasst.
Klicke >>hier, um mehr über unser Redaktions-Team zu erfahren.