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Soziale Entwicklung

Eine wichtige Vorbemerkung: die meisten Eltern sind eher ungeduldig und deshalb schnell beunruhigt, wenn ihr Baby sich vermeintlich langsamer entwickelt als andere. Doch Vorsicht: vergleichen hilft nicht, denn wie du hier nachlesen kannst, entwickelt sich ein Baby in mehreren Dimensionen. Nicht alles kann gleichzeitig passieren. Obgleich Babys echte Lern-Genies sind, gilt auch für sie: alles zu seiner Zeit. Babys sind individuelle Persönlichkeiten – von Anfang an. Manche Babys sind motorisch stark, andere in der Sprachentwicklung besonders schnell. Der folgende Überblick gibt dir Anhaltspunkte – nicht mehr und nicht weniger. Wenn du beunruhigt bist, weil du in einem der Bereiche eine starke Entwicklungsverzögerung vermutest, hilft ein Besuch beim Kinderarzt weiter. Für alles andere gilt: auch das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht!

Vater mit Baby auf dem Sofa - Spielen

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Erste Wochen

Bereits in den ersten Wochen nimmt dein Baby Geräusche und Gesichter wahr. Es sucht nach Stimmen und Geräuschen, kennt aber weder Zeit noch Raum. Es braucht deine Nähe und liebt es, getragen zu werden. Dabei sucht es die Bindung zu Mama und Papa - Hautkontakt ist jetzt besonders wichtig, dadurch fühlt dein Baby sich geborgen. Beim Stillen oder Füttern genießt dein Baby die Nähe besonders intensiv. Es sollte deshalb auch die ganze Aufmerksamkeit bekommen.

2 bis 3 Monate

Dein Baby dreht jetzt den Kopf zu dir, wenn du mit ihm sprichst. Das größte Erlebnis ist das erste Lächeln, denn es lächelt ab jetzt bewusst, wird aktiver und nimmt an seiner Umwelt teil. 

3 bis 4 Monate

Babys probieren in dieser Phase aus, wie die Eltern auf Geräusche reagieren. Dein Baby lächelt jetzt auch freundliche „Fremde“ an. Und es fängt an, laut zu lachen. Von Monat zu Monat lacht es mehr.

5 Monate

Dein Baby könnte stundenlang mit dir spielen. Außerdem kann es nun bekannte von unbekannten Gesichtern unterschieden – manche Babys beginnen schon jetzt, zu fremdeln. Und es reagiert jetzt auch auf deinen Ton und deine Mimik und lernt ganz langsam zu unterscheiden. Fällt der Ton strenger aus, kann es sein, dass es dich ratlos anschaut oder erschrickt und weint. Ein freundliches Lob quittiert es mit Lächeln.

6 bis 8 Monate

Dein Baby streckt nun schon die Arme aus, um hochgenommen zu werden. Es wirft Spielzeug als Spielaufforderung extra auf den Boden. Es zeigt immer deutlicher, was es möchte und was nicht. Es liebt das „Kuckuck“-Spiel. Mit dem wachsenden Verständnis von Zusammenhängen verspürt dein Baby jedoch auch erste Empfindungen von Furcht. Es fremdelt – vielleicht sogar bei Papa, wenn dieser z.B. auf Dienstreise war. 

7 bis 10 Monate

Dein Baby liebt es, wenn du ihm deine volle Aufmerksamkeit schenkst. Wenn du es lobst, wiederholt es diese Dinge. Es nimmt jetzt von sich aus Kontakt zu den Menschen auf, die es kennt. Und es beginnt mit einer Hand selbstständig ein Stück Zwieback o.ä. zu essen.

10 bis 12 Monate - etwa ein Jahr

Dein Kind wird immer kontaktfähiger – von sich aus sucht es Kontakt zu anderen Personen, führt den Kontakt fort, variiert oder beendet ihn. Dazu gehört auch das erste „ich-fang-dich“-Spiel: der kleine Krabbler findet es toll, wenn er ausreißen kann – um gleich wieder eingefangen zu werden. Die ersten Ablöse-Bewegungen beginnen damit, doch dein Baby sucht nach Rückversicherungen durch Blickkontakte, Berühren, Anlehnen und andere Gesten. 

Experten Gruppe Leben m Baby schlafen, schreien, Glücksmom.

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Autorin-Rose Volz-Schmidt

Dieser Artikel wurde von Rose Volz-Schmidt verfasst. 
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