Tipps

Einen Tagesrhythmus finden

Das ist die erste Lektion, die Eltern lernen müssen: Babys geben den Rhythmus vor – und zwar 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag. Auch wenn das für euch anstrengend ist: für das Baby ist es gut so, denn Babys entwickeln sich so am besten. Erst mit der Zeit kann man einen festen Tagesablauf einführen. Und auch die Nächte werden dann wieder ruhiger. Es klingt vielleicht paradox: wer bereit ist, sich zeitlich ganz auf das Baby einzustellen, hat deutlich weniger Stress. Wir haben einige Tipps für Euch zusammengestellt, mit denen ihr wieder eine Struktur in den Tag bekommt.

Tipps
Mutter schiebt Baby im Kinderwagen

1. Beobachte Dein Baby

Wann schläft es am leichtesten ein? Wie lange schläft es üblicherweise? Tagsüber? Nachts? Konzentriere dich auf die weiteren Bedürfnisse des Babys: Wie häufig hat es Hunger? Schläft es besonders gut, wenn du es vorher gebadet hast? Wann ist es besonders aktiv? Wie lange dauern die Aktivitätsphasen?

2. Führe Regelmäßigkeiten ein

Wenn du über mehrere Tage beobachtest, dass dein Baby immer morgens zwischen 9 und 10 Uhr noch ein kleines Nickerchen macht, dann sorge vorher für Aktivität und lege es danach regelmäßig um 9 Uhr hin. Bei Babys Schlaf ist es besonders wichtig, auf die feinen Signale von Müdigkeit zu achten und das Baby schon bei den ersten Anzeichen zum Schlafen zu legen. Sobald du feststellst, dass es abends zwischen 19 und 20 Uhr häufig Zeichen von Müdigkeit zeigt, dann stimme die Abendmahlzeit darauf ab und schiebe vielleicht vorher noch eine Aktivitätsstunde mit Papa ein.

3. Mache dir die eigenen Bedürfnisse bewusst

Wie wünscht du dir deinen Tag: eine Ruhepause am Mittag, Termine, einkaufen, Haushalt, die Lieblingssendung im Fernsehen usw. Und überlege dann, wie du diese in Einklang bringst mit den Bedürfnissen des Babys. Versuche z.B. den Arzttermin so zu legen, dass er nicht die Ruhephase deines Babys berührt.

4. Achte auf Verlässlichkeit

Ebenso wichtig wie feste Zeiten sind für dein Baby feste Abläufe: Die immer gleiche Reihenfolge von Schlafanzug anziehen, Lied singen, Stillen und Schlafen wirkt auch dann beruhigend, wenn es abends erst um 21 Uhr geschieht, statt wie üblich um 19 Uhr.

5. Manchmal geht auch Mama vor

Wenn Mama einmal pro Woche um 19 Uhr zum Yoga oder zur Rückbildung geht, dann muss eben vorher gestillt werden. Auch wenn Babys Hunger vielleicht noch nicht so groß ist. Denn Mama mag nicht mit voller Brust turnen. Und die Zeit für Papa ist so viel entspannter.

Ein Tipp zum Schluss:

Denke immer daran, dass jedes Baby sein ganz eigenes Tempo hat. Geduld ist gefragt: Zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat zeigen sich Babys bereit, eine von außen vorgegebene Routine anzunehmen oder zeigen sogar von sich aus eine Regelmäßigkeit. Wenn etwas nicht klappt, dann versuche es einfach ein paar Tage oder Wochen später wieder. Dann kann alles schon ganz anders aussehen.