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Mama wieder in Form

Der pralle Babybauch war herrlich. Aber nach der Geburt fühlen sich viele Frauen nicht so wohl mit mit sich selbst. Denn nicht nur der Brustumfang ist reichlich, auch ohne Baby ist noch immer viel Bauch da. Was hilft? Ein paar ehrliche Antworten auf die wichtigsten Fragen…

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Mutter joggt mit Baby im Kinderwagen

Kann ich nach der Geburt bald wieder ganz schlank sein?

Warst du denn vor der Schwangerschaft schlank? Wenn ja, stehen die Chancen gut, dass du auch wieder schmal sein wirst. Aber es dauert. Nicht einmal Stars und Models haben nach der Geburt gleich einen flachen Bauch. Manchmal bleibt auch einfach eine winzige Rolle. Dafür bist du als Mama jetzt auch weich und kuschelig.

Muss ich Angst vorm Realitätscheck haben?

In den ersten Wochen nach Geburt entscheiden sich viele Frauen einfach dafür, die Umstandsmode weiter zu tragen. Doch die schlabbert irgendwann – prima. Oft aber passen die Lieblingsteile vom letzten Jahr auch nach sechs Monaten nicht. Die Oberweite ist üppiger oder hat nach dem Stillen eine etwas andere Form, Oberschenkel und Bauch wirken kräftiger. Auch die Waage bestätigt diese Extrapfunde. Das ist normal! Tatsächlich hat sich das die Natur so ausgedacht, damit Mütter ihr Baby optimal in den ersten Monaten versorgen können. Eine kleine Notreserve. Im Schnitt nehmen die meisten Schwangeren in der Schwangerschaft zehn bis 15 Kilo zu. Wie viel „Extragewicht“ nach der Geburt noch bleibt, ist ganz verschieden.

Macht Stillen schlank?

Ein Baby zu versorgen und es gut mit Muttermilch zu ernähren kann schnell zur Gewichtsabnahme führen. Immerhin benötigen stillende Mütter täglich etwa 500 Kalorien mehr. Viele Mütter haben aber das Problem, dass sie nicht ausreichend auf ausgewogene und gesunde Ernährung achten, sondern auf die Schnelle irgendetwas essen. In dieser Phase ist wichtig, dass ihr in erster Linie auf die Gesundheit eures Babys achtet, denn wie in der Schwangerschaft isst es alles mit, was Ihr zu euch nehmt.

Was ist dran daran, dass der Bauch neun Monate braucht um wieder zu verschwinden?

Ziemlich viel. Denn Blitzdiäten sind für junge Mütter gar nicht geeignet. Für Stillende ist hungern tabu – denn dann hungert auch das Baby. Die erste Zeit mit dem Winzling ist ein Ausnahmezustand. Auf keinen Fall sollten sich frischgebackene Mamas unter Druck setzen, denn Stress kann dazu führen, dass die Milchbildung gehemmt wird. Vor allem spürt das Baby die Unruhe der Mutter.

Wie soll Abnehmen ohne Diät funktionieren?

Ernährungsberater empfehlen eine natürliche, abwechslungsreiche Mischkost, nicht nur für Mütter. Mit einem weinerlichen Baby im Arm ist das Kochen schwierig. Und Essen leider auch. Wenn dann der Liebste auch nicht mehr frei hat, ist die Versuchung groß, sich einfach nur ein Häppchen hier und da oder ein Riegelchen Schokolade zu gönnen. Doch genau das wird hartnäckiges Hüftgold – das sind Extrakalorien, die mit der Schwangerschaft gar nichts zu tun haben! Wie wäre es damit, sich statt Diät zunächst eine Woche ohne Süßes zu verordnen? Denkst du auch daran, reichlich zu trinken? Natürlich hilft auch Bewegung – und dein Baby liebt frische Luft.

Tipps zum Essen für Baby-Mamas

  • Den Partner mit einspannen. Einmal am Tag ist Papa-Spielzeit, damit Mama mindestens einmal am Tag in Ruhe essen kann.
  • Essen mit Plan. Einmal in der Woche einkaufen und vorher genau überlegen. Vorteil: So muss nicht mehr täglich überlegt werden, was es zu essen gibt.
  • Doppelte Menge kochen: Denn Rest einfach einfrieren, schon ist ein leckeres Schnellgericht im Kühlschrank.
  • Gesundes Knabberzeug. Dafür sorgen, dass Nüsse, frisches Obst oder Joghurt im Haus sind.

Wie können Mamas wieder in Form kommen?

Neben gesundem Essen ist Bewegung ganz wichtig. Kein extremes Fitnesstraining aber viele lange Spaziergänge mit Baby, Radfahren oder Schwimmen sind ideal. Auch Rückbildungskurse gibt es in deiner Nähe. Mit gezielten Übungen trainierst du u.a. den Beckenboden. Es gibt viele Kurse, bei denen du dein Baby mitbringen kannst. Vielleicht findest du auch dort neue Freundinnen, die dich auf deinen Spaziergängen künftig begleiten. Was gut hilft ist ein fester Termin, denn dann fällt es auch schwerer, sich zu drücken.

Es ist nicht nur der Bauch, der stört?

Viele Hochschwangere gewöhnen sich eine Hohlkreuzhaltung an. Auch nach der Geburt können dann Rücken- und Nackenschmerzen Dauerbegleiter werden. Andere Frauen kämpfen mehr mit Dehnungsstreifen oder Narben. Was auch immer es ist – vieles heilt wirklich die Zeit. Man spricht deshalb auch manchmal von den zweiten neun Monaten, denn der Körper braucht für die Rückbildung genauso lang wie für die Schwangerschaft. Bei Schmerzen sollte allerdings ein Arzt aufgesucht werden!

Was kannst du noch tun?

Nicht zu streng mit dir selbst sein. Und Dir eine Shoppingtour gönnen. Denn wenigsten zwei Hosen und zwei richtig schöne Oberteile, die prima sitzen, müssen sein! Und so ein Bummel – auf jeden Fall ohne Baby – kann herrlich entspannen. Einfach ausprobieren, was in dieser Saison in ist und wie schön du aussehen kannst. Das ist Pflichtprogramm. Mann und Baby werden sich freuen, wenn du fröhlich und strahlend nach Hause kommst!

Wenn du weiterführende Fragen hast, stelle sie unseren ExpertInnen in der Gruppe >>Mutterrolle & Partnerschaft oder direkt in unserer >>Online-Beratung!

Autorin

Dieser Artikel wurde von Silke Plagge verfasst.