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Let´s talk about Sex

Eine Geburt ändert alles. Aus einem Mann und einer Frau werden Mutter und Vater. Das Leben, die Liebe, einfach alles ist nun geprägt vom Elternsein. Für das Liebesleben bedeutet das: Humor, Zärtlichkeit und miteinander reden sind jetzt besonders wichtig!

In den ersten Wochen nach der Geburt muss sich die Mutter erst einmal erholen – und der Vater auch. Schlafmangel, die Suche nach einem Rhythmus mit Baby und einfach das Kennenlernen der Bedürfnisse dieses wunderbaren kleinen Menschen stehen im Vordergrund. Aus medizinischer Sicht ist es schon im Wochenbett erlaubt, intim zu werden, wenn an ein Kondom gedacht wird. Viele Paare kuscheln da schon – aber auf Sex haben die meisten einfach noch keine Lust.

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Sex: Mutter und Vater lachen gemeinsam im Bett

Wilde Erotik mit Stilleinlagen?

Über kaum ein Thema wird soviel gelogen, wie über das Liebesleben. Vermutlich gibt es Eltern, die ganz ruhige Schlummerbabys haben und genüsslich wilden leidenschaftlichen Sex haben. Die Realität sieht aber für fast alle Paare anders aus. Im Bett liegen erfüllt die tiefe Sehnsucht nach Schlaf. Mehr nicht.

Viele Frauen sind auch noch sehr unsicher. Sie fühlen sich in ihrem Körper noch nicht sehr wohl, die Vagina fühlt sich nach der Geburt anders an, die Brüste sind schwer und ohne Stilleinlagen im BH geht gar nichts. Und die Männer? Die sind meist besorgt etwas falsch zu machen, möchten ihrer Partnerin nicht weh tun und wissen nicht so recht, wie sie die eigenen Wünsche äußern sollen.

Let´s talk about Sex

Reden ist wichtig. Zärtlichkeiten und Lachen. Denn Sex ist gar nicht nötig, um dem anderen nah zu sein! Streichelt Euch, küsst Euch! Kleine zarte Berührungen geben Nähe und Sicherheit. Ganz viel Kuscheln ist wichtig. Das „erste Mal“ kann tatsächlich schmerzhaft sein. Hormonveränderungen können dafür sorgen, dass zunächst ein Gleitgel nötig ist, um Lust zu empfinden. Unsicherheit kann zu Verkrampfungen führen – auch das Gefühl, sich beeilen zu müssen, damit das Baby nur ja nicht wach wird, ist nicht gerade Lust fördernd.

Versucht trotzdem euch Zeit zu nehmen! Wichtig ist, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche auszusprechen. Offen und ehrlich. Entdecke deinen Partner ganz langsam neu, mit Streicheln oder Kitzeln. Und wenn das Kleine genau dann aufwacht, wenn es am Schönsten ist? Dann hilft nur Humor und das Beste aus der Situation machen.

Spontaner Sex wird schwierig

Ein gemütlicher Sonntagvormittag im Bett ist toll. Aber für Familien ist so eine Kuschelzeit anders als für kinderlose Paare. Auch schön, aber anders. Und am Abend? Dann rächt sich der Schlafmangel.
Trotzdem sind gemeinsame Auszeiten möglich. Nur meist eben mit ein wenig Planung. Eine feste Verabredung kann klappen. Vielleicht hüten Oma und Opa das Enkelkind? Oder das Baby hat am späten Nachmittag ein festes Schlaffenster? Dann könnten die Eltern diese Zeit einplanen. Für eine Massage am Sonntag, ein Bad. Sich einfach lange küssen und fest in den Arm nehmen. Mama und Papa haben Pause – Frau und Mann übernehmen jetzt!

Kleine Fluchten aus dem Alltag sind wichtig

Das ehrliche Interesse am anderen und kleine Gesten halten die Liebe lebendig. „Wie war dein Tag?“ ist nur ein kurzer Satz, zeigt aber, wie wichtig der Partner ist. Neue Rituale finden, etwa ein täglicher gemeinsamer Spaziergang, jetzt mit Kinderwagen, ist wichtig. Für einen Kuss, eine zärtliche Umarmung zum Abschied sollte auch an stressigen Tagen immer Zeit sein. Denn wenn die Eltern glücklich sind, sind das auch die Kinder.

Autorin

Dieser Artikel wurde von Rose Volz-Schmidt verfasst. 
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