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Nur Mut! Übungen und Tipps für selbstbewusste Kinder

Dein Kind will sich in manchen Situationen am liebsten hinter dir verstecken, oder steht sprachlos mit rot anlaufendem Kopf da, wenn es von Fremden angesprochen wird? Außerdem würdest du dir wünschen, dass es sich vor Gleichaltrigen auch mal durchsetzt? Dann findest du hier hilfreiche Tipps und Übungen, die du mit deinem Kind ausprobieren kannst.

Vater und Kind mit Superhelden-Cape bei Sonnenuntergang

Tipps und Übungen fürs Selbsbewusstsein

  • Gestaltet ein „Ich kann was“- Poster. Zeichnet eine große Sonne in die Mitte, in die ihr alles hineinschreibt, was dein Kind gut kann. Außerdem malt ihr noch eine Wolke auf das Plakat, in die ihr mit einem Bleistift schreibt, was sich dein Kind vornehmen will. (z.B.: „Ich will gerne laut vor Fremden sprechen, ohne rot zu werden.“). Immer wenn deinem Kind einfällt, dass es wieder etwas neues kann, oder eine Situation gut gemeistert hat, schreibt ihr sie mit in die Sonne und radiert sie ggfs. aus der Wolke.
  • Übt das aufrechte Gehen, z.B. mit einem Buch auf dem Kopf und probiert verschiedene Gangarten aus: Schleichen, Stampfen, langsam Gehen, schnell Gehen, Laufen usw. Wie hat sich dein Kind dabei gefühlt? Besprecht, wie ein selbstbewusstes Kind wohl gehen würde und wie ein unsicheres.
  • Erster sein und sich durchsetzen! Wenn dein Kind anderen gerne den Vortritt lässt, kann es sich als Ziel setzen, sich auch mal durchzusetzen. Das könnt ihr gut Zuhause in einem Rollenspiel (ggfs. mit Geschwistern) üben. Ermutige dein Kind dazu, wenn du weißt, dass bald eine reale Situation eintreten wird, in der es wahrscheinlich gerne als Erster drankommen würde, sich durchzusetzen. Plant den Ernstfall, indem ihr die Situation durchspielt.
  • Blickkontakt halten. Auch das könnt ihr zunächst in der Familie üben. Z.B.  beim gemeinsamen Essen, wenn das Kind etwas erzählt, oder ihm etwas berichtet wird. Euer Kind kann gut ein Experiment machen. Lasst es ausprobieren, wie die Mitmenschen auf Gesagtes mit Blickkontakt und ohne Blickkontakt reagieren.
  • Stopp! Das ist unfair! Du siehst regelmäßig, dass dein Kind übersehen wird, aber es traut sich nicht, das anzusprechen, du willst dich aber auch nicht einmischen? Auch für diese Situation eignet sich ein Rollenspiel. Ihr könnt z.B. eine Einkaufsituation nachstellen, in der sich jemand vorgedrängelt hat. Dein Kind kann den Satz: „Entschuldigung, ich bin jetzt dran!“ laut und deutlich sagen.  
  • Nein! Sagen lernen. Auch hier eignet sich ein Rollenspiel. Z.B. Mit diesen Situationen:
    Ein/e Bekannte/r (oder Verwandte/r) will deinem Kind in die Wange kneifen, es streicheln oder sogar küssen. Dein Kind sagt: „Nein, ich will das nicht. Lass das.“
    Oder ein anderes Kind entwendet einfach, ohne zu fragen, ein Spielzeug oder ein Radiergummi etc.. Dein Kind kann sagen: „Nein, ich möchte dir das gerade nicht geben. Ich möchte das du mich fragst.“

Tipps für Eltern

  • Begleite dein Kind: Veränderungen wahrnehmen, benennen und anregen, diese in dem Plakat zu notieren. Darauf achten, dass die Ziele nicht in Vergessenheit geraten. Einen regelmäßigen Rhythmus finden (z.B.) einmal in der Woche, um das Thema zu besprechen.
  • Weniger ist mehr! Hilf deinem Kind dabei, realistische Ziele zu finden, die es auch wirklich erreichen kann.
  • Druck raus nehmen. Überprüfe, ob dein Kind Zuhause und in der Schule angemessen gefordert und nicht überfordert wird. Das ist wichtig, um Erfolgserlebnisse zu ermöglichen, denn diese stärken das Selbstwertgefühl deines Kindes ungemein und wirken motivierend. Nach dem Motto: „Ich kann was, also bin ich jemand.“
  • Selbstständigkeit ermöglichen. Dein Kind muss die Erfahrung machen können, dass es Probleme selbstständig lösen kann, ohne die Hilfe der Eltern oder Lehrer. Auch das motiviert und zeigt deinem Kind, dass es etwas kann.
  • Talente entdecken und Fördern. Überlege, gemeinsam mit deinem Kind, welches Hobby es gerne machen würde. Schnuppert in ein paar Dinge rein und meldet euer Kind für die Tätigkeit an, die ihm am besten gefällt (und nicht bei der, die du am besten findest).

allgemeine Beratung

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Autorin-Malena Böse

Dieser Artikel wurde von >>Malena Böse verfasst. 
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