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Alltag organisieren: So gelingt auch Morgenmuffeln der Start in den Tag

Mit dem Schulstart fängt in vielen Familien der Stress am Morgen an  - wie gelingt es nur, dass der Nachwuchs wirklich pünktlich aufsteht, sich rasch fertig macht und rechtzeitig den Weg zur Schule antritt? Hier ein paar Tipps, die den Start in den Tag auch für Morgenmuffel erleichtern.

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Start in den Tag: Frühstück mit Joghurt, Obst und Orangensaft

Ein neues Timing für die ganze Familie

Ach, was waren es noch für schöne Zeiten, als der Nachwuchs in den Kindergarten ging. Bringzeit zwischen 8 und 9 Uhr und im Notfall eben auch mal eine Viertelstunde später …  Sobald Kinder zur Schule gehen, muss sich die ganze Familie an ein neues Timing am Morgen gewöhnen. In den meisten Grundschulen beginnt die Schule um 8 Uhr.  Für Eltern eine ziemliche Herausforderung, denn auch wenn die Verlockung noch so groß ist – einfach Umdrehen im Bett geht nun nicht mehr. Auch der Nachwuchs braucht noch reichlich viel Starthilfe. Und gerade wenn es noch Geschwister gibt, die ebenfalls pünktlich Zähne putzen müssen oder hektisch den Sportbeutel suchen, beginnt der Morgen oft mit viel Streit und Unruhe. Wie können Eltern dafür sorgen, dass in der Frühe kein Stress herrscht?

Am Abend Vorbereitungen treffen

Nachteulen brauchen am Morgen immer lange. Socken suchen? Oh. Das kann dauern. Darum sollte die Kleidung für den nächsten Tag schon am Abend zurecht gelegt werden. Gleiches gilt für den Schulranzen, der schon am Abend startklar sein sollte. Auch der Frühstückstisch kann schon gedeckt werden, denn so können wertvolle Minuten gespart werden. Die Brotdosen können für Pausenbrote parat stehen und mit den Trinkflaschen darauf warten, gefüllt zu werden. So geht am Morgen alles ein wenig schneller.

Eine halbe Stunde früher aufstehen

Einige Eltern brauchen länger, um wach zu werden. Vielleicht stellst du dir deinen Wecker so, dass du einfach Zeit für eine Tasse Kaffee ganz für dich allein hast, vor dem Wecken der Kinder? Du kannst dich in Ruhe und ohne Störung fertigmachen, wenn du etwas früher aufstehst. Denn wenn die ganze Familie gleichzeitig im Bad sein möchte, wird es eng und hektisch. Mit etwas Vorlauf und „Zeit für dich“ gelingt dir ein entspannterer Start in den Tag. Welches Elternteil zu erst auf steht? Am besten das, das leichter aus den Federn kommt oder das, das früher am Arbeitsplatz sein muss. Ein wenig Zeitpuffer ist immer wichtig – nicht nur für dich als Elternteil, auch für Euch alle. Denke immer daran: die Hektik der Eltern überträgt sich schnell auf die Kinder!

Behutsam und beharrlich wecken

Auch wenn Kinder selbst einen Wecker im Zimmer haben brauchen die meisten ihre Eltern noch, um rechtzeitig aufzustehen. Du kannst schon vor dem eigentlich Wecken in das Kinderzimmer gehen und die Vorhänge oder Jalousien öffnen. Das Licht sorgt oft schon als Signal für die innere Uhr und das Kind wacht leichter auf. Gib dem Kind genug Zeit um wach zu werden, vielleicht hilft auch ein wenig Musik – auf jeden Fall ist ein freundliches „Guten Morgen“ ein besserer Start, als ein „Los, schnell aufstehen.“ Bei Langschläfern musst du vielleicht wiederholt wecken. Insbesondere in den Wintermonaten, wenn es draußen dunkel ist, hilft tatsächlich oft nur das helle Zimmerlicht, auch wenn du mit Protest rechnen musst, wenn du den Lichtschalter drückst.

Feste Morgenroutine entwickeln

Es ist hilfreich für alle, wenn jeder Morgen nach einem festen Schema abläuft. Jeden Morgen geht zum Beispiel Mama als erste ins Bad und setzt den Kaffee auf während Papa den Nachwuchs weckt. Dann gehen die Kinder nach einander ins Bad und zum Schluss Papa. Wenn wir gefrühstückt haben, holt jedes Kind seine Schuhe und kann die schon anziehen, während Papa die Brotdosen aus der Küche holt. Und jeden Morgen um 7.40 Uhr geht es los, damit die Schule pünktlich erreicht wird. Der Vorteil eines festen morgendlichen Rituals ist: je öfter und geübter, desto weniger Diskussion oder Unklarheit gibt es, da alle selbst im Halbschlaf genau wissen, wann sie wo sein sollten. Kinder entwickeln so auch ein gutes Zeitgefühl und wissen: wenn ich im Bad gebummelt habe, muss ich mit dem Anziehen beeilen. Klare Ansagen helfen natürlich auch.

Zeit für die Verabschiedung muss sein

Selbst mit einer guten Routine kann der Morgen manchmal doch hektisch werden. Die Geschwister streiten sich, die Kaffeemaschine streikt oder es ist doch zu kalt für das T-Shirt und der Lieblingspulli wird hektisch gesucht. Auch wenn es am Morgen Stress  oder Meckern gab und die Kinder sehr zum Beeilen angetrieben werden mussten sollte immer Zeit für eine liebevolle Verabschiedung und einen kleinen Kuss sein: „Auch wenn wir uns gestritten haben, hab’ einen schönen Start in den Tag und viel Spaß in der Schule!“ „Dir auch bei der Arbeit!“ wird das Kind vielleicht grinsend sagen und am Nachmittag könnt ihr euch wieder auf einander freuen.

Ein Tipp zum Schluss: Auszeiten planen

Eltern von Schulkindern wissen das: während der Woche gibt es kaum Zeit zum Durchatmen. Besonders wenn Klassenarbeiten geschrieben werden müssen und Zeugnisse anstehen. Umso wichtiger sind jetzt eure Wochenenden und die Ferien. Plant gemeinsame freie Zeiten, kleine Ausflüge oder kurze Urlaube, auf die ihr euch freuen könnt. Ihr kommt leichter durch die hektischen Schulwochen, wenn ihr die Tage bis zum nächsten Familien-Highlight zählen könnt.

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Autorin

Dieser Artikel wurde von Silke Plagge verfasst.