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Kompetente Kita-Eltern

Zu Beginn des Kita-Jahrs stöhnt so manche erfahrene Erzieherin darüber, dass nun wieder neue Eltern kommen, die genauso wie die Kinder eine Zeit der Eingewöhnung brauchen. Jeder Eltern-Jahrgang bringt neue-alte Fragen, Beschwerden und Ideen auf. Und nicht immer ist das Kita-Team von Verbesserungsvorschlägen angetan. Vor allem dann nicht, wenn sie zwischen Tür und Angel und sehr fordernd eingebracht werden. 

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Bunter Tisch und Stühle in der Kita

Elternmitarbeit in der Kita

Es gibt einen besseren Weg, die Kita deiner Kinder mitzugestalten: die Elternmitarbeit!
So müssen ElternvertreterInnen gewählt werden, die zwischen Eltern-Anliegen und dem Kita-Team vermitteln und auch kleinere Projekte wie Feste, Ausflüge und Ähnliches gelingen nur durch die tatkräftige Unterstützung der Eltern.
Auf den ersten Blick klingt das erst mal nach Arbeit und nicht alle Aufgaben sind wahnsinnig spannend. Dennoch solltest du die Vorteile, die Elternarbeit in der Kita bedeutet, nicht unterschätzen. Denn auf diese Weise erhältst du einen besseren Einblick in Abläufe und Strukturen der Kita, merkst, was noch nicht so gut läuft und hast die Chance, etwas zu bewegen. Und für die Erzieherinnen ist es wichtig, dass Eltern nicht einfach nur „meckern“, sondern dass sie ihre Anliegen gut begründen können. Kompetente Eltern sind dagegen willkommene Gesprächspartner.

So bringst du dich aktiv ein

Hier einige relevante Punkte für dich, falls du dich aktiv einbringen möchtest:

  • Bildungsangebote: Bietet die Kita zu wenig musikalische Förderung? Oder sind die Bewegungsangebote ausbaufähig? Welche Projekte wären toll und sinnvoll?
  • Öffnungszeiten: Entsprechen diese wirklich dem Bedarf der Familien? Oder sind frühere oder spätere Öffnungszeiten nötig?
  • Tagesabläufe: Welche Routinen sind womöglich gewohnt, aber nicht unbedingt kindgerecht? Wo gibt es Probleme und was kann verändert werden, damit die Kinder im Kita-Alltag besser zurecht kommen?
  • Ernährung: Ist das Essen wirklich kindgerecht und ausgewogen? In einigen Kitas stehen fast täglich süße Nachtische oder Fleisch-Gerichte zur Auswahl, obwohl das deutlich offiziellen Empfehlungen widerspricht. Und wie ist die Qualität des Essens? Ist evtl. eine Umstellung auf Bio, zumindest bei Fleisch- und Milchprodukten denkbar?
  • Ausstattung: Wie angemessen sind die Innenräume und das Außengelände? Was müsste verändert werden, damit die Kinder sich wohler fühlen? Welche Spielzeuge oder weiteren Materialien sollten dringend angeschafft werden?
  • Sicherheit: Werden die Kinder ausreichend beaufsichtigt? Sind bei Ausflügen genügend Betreuungspersonen vorhanden?
  • Umgang mit Problemverhalten: Wie wird in der Kita mit Problemen wie Schlagen, Beißen oder Ärgern umgegangen? Was wird unternommen, um Kinder, die Außenseiter sind, zu integrieren?

Diese Beispiele machen deutlich: Indem Eltern sich in den Kita-Alltag einbringen, haben sie Einfluss darauf, wie gut es ihrem Kind dort geht. Und natürlich auch den anderen Kindern und ihren Eltern. Durch dein Engagement hast du die Möglichkeit, den Ort, an dem dein Kind viele Stunden täglich verbringt, mit zu gestalten!

Autorin

Dieser Artikel wurde von Rose Volz-Schmidt verfasst. 
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