Artikel

Kleine Auszeiten aus dem Alltag für alle

Manchmal ist jeder Wochentag verplant und die ganze Familie ist irgendwie im Stress zwischen Kita, Schule, Job und Haushalt. Manchmal muss da die Notbremse gezogen werden. Das geht auch ohne weite Reisen.

Artikel
Familienauszeiten: Kinder im Schlafanzug

Weg vom Gewohnten - aber wie?

Jeder Tag scheint nervig zu sein. Die Kinder kommen am Morgen schlecht aus dem Bett, die Waschmaschine streikt, der Chef ist blöd und das Wetter auch. Die Geschwister streiten scheinbar ständig und auch ihr als Eltern grummelt euch an. Was fehlt? Ein Urlaub. Der würde jetzt gut tun. Einfach raus aus dem Alltag, weg vom Gewohnten.
Die gute Nachricht: so eine Familien-Auszeit kann auch zuhause gelingen. Allerdings müsst ihr Eltern ein paar Regeln vorgeben. Ihr alle verabredet euch gemeinsam an einem festen Tag. Idealerweise am Wochenende. Unter „Familienzeit“ wird dieser Termin dann auch fest geblockt. Weder die beste Freundin, noch der Kollege dürfen stören. Smartphones werden ausgestellt. Und zwar von allen!
Schon vor dem Termin könnt ihr gemeinsam planen. Möchtet ihr einen Ausflug in die Stadt machen, ein Museum besichtigen oder Tourist in der Heimat spielen? Oder sollen es Aktivitäten zu Hause sein? Hier ein paar Familien-Auszeit-Ideen.

Der Kuschelmuschel-Ausschlaf-Tag

Heute ist alles erlaubt. Vor allem langes Ausschlafen ist Pflicht. Nach langen Schlaf gemeinsam Kuscheln – und zwar alle zusammen im Bett. Danach ausgiebig im Schlafanzug Frühstücken. Wer will, darf den ganzen Tag im Freizeit-Look abhängen. Heute wird nichts geplant, vielleicht guckt ihr gemeinsam einen Film, spielt Brettspiele und macht einen langen Vorlese-Nachmittag. Jeder darf abwechselnd ein Buch aussuchen.

Jeder nur ein Kind

Je mehr Kinder in der Familie sind, desto seltener ist exklusive Zeit für das einzelne Kind da. Die Familienzeit könnt ihr auch teilen. Jeder Erwachsene unternimmt mit nur einem Kind einen Ausflug, eine Bastelstunde oder buddelt gemeinsam im Garten. Und die Geschwister? Die haben das andere Elternteil zur Verfügung oder dürfen bestimmen, was in der nächsten Familien-Auszeit auf dem Programm steht. 

Das ganz besondere Memory

In Zeiten der digitalen Fotografie geraten Fotoalben in Vergessenheit. Wie wäre es da mit einem selbstgemachten Fotomemory? Memory heißt ja wörtlich übersetzt „Erinnerung“ und genau das soll diese Spiel festhalten. Zunächst sucht ihr gemeinsam 60 eurer Lieblingsfotos, die ihr doppelt abzieht und eventuell laminiert. Und los geht es – die Bilder umdrehen, mischen und dann die Paare suchen. Wer die meisten findet, ist Sieger. Das gemeinsame Betrachten der Bilder weckt Erinnerungen. Denn ihr habt ja Schnappschüsse eurer Familie ausgesucht, die für gemeinsam Erlebtes stehen. Erzählt euch, was für euch an diesem Bild so schön ist, wie sich der Tag anfühlt, als es aufgenommen wurde.

Rammadamma - Raus damit

Zum Schluss ein Tipp für eine sehr aktive Auszeit, die euch aber danach den Alltag erleichtern wird: Ausmisten ist angesagt. Sortiert mit den Kindern zusammen aus, welches Spielzeug nicht mehr bespielt wird. Was kann verschenkt werden, was lohnt noch einen Verkauf? Entrümpelt gemeinsam auch Garage und Keller. Vielleicht finden sich ja dort lang verschollene Schätze? Wohin mit dem Aussortierten? Das könnt ihr gemeinsam planen. Viele Einrichtungen freuen sich über Spenden. Oder ihr macht gemeinsam einen Flohmarkt. Der Rest? Ab in die Tonne. So ein Kehraus tut gut und sorgt für mehr Raum im Zuhause. Wie wollt ihr den nutzen? Vielleicht nutzt ihr die Zeit danach auch für ein seelisches Entrümpeln? Was nervt im Alltag? Wie kann einiges anders werden? Sollen neue Familienregeln einführt werden? Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Autorin

Dieser Artikel wurde von Silke Plagge verfasst.