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Toben auch bei miesem Wetter - Tipps für den Indoorspielplatz

Mieses Wetter und ein Kind, das sich unbedingt austoben möchte? Überdachte Spielplätze bieten bei schlechter Witterung eine Alternative zum gelangweilten Herumsitzen. Mit unseren Tipps macht so ein Besuch auch Eltern Spaß.
Eigentlich müssten sie ja kindgerecht „Innen-Drin-Spielplätze“ heißen, die Indoor-Spielplätze. Mittlerweile gibt es diese überdachten Tobeplätze für den Nachwuchs überall in Deutschland. Kinder finden sie meist prima, denn es gibt riesige Hüpfkissen, Klettergeräte, Rutschen, Bällebäder und ganz, ganz viel zu gucken. Eltern finden die Besuche allerdings oft als ziemliche Herausforderung. Denn es ist laut, sehr laut, warm und unübersichtlich in vielen Indoor-Spielplätzen

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Kind spielt im Indoor-Spielplatz

Was genau sind überhaupt Indoorspielplätze?

Früher hatten Kinder bei miesem Wetter mit Glück einen Freund, der einen Tobekeller mit ein paar Matratzen hatte. Oder es wurde draußen gespielt, so lange, bis die Hände rot waren oder die Nasen liefen. Die ersten Spielplätze im Innenbereich präsentierte ein großes schwedisches Möbelhaus in den 80er Jahren in Deutschland. Auch Einkaufzentren boten nach und nach Tobegelegenheiten für die Jüngsten. An Küstenorten entstanden spezielle Regenangebote, Kinderclubs oder Spielhäuser.
Heute sind viele Indoorspielplätze riesige umgebaute Industriehallen mit vielen Bereichen für kleine und große Kinder. Für die Kleinsten gibt es in großen Anlagen dann einen separaten Spielbereich, für größere Kinder, die nicht mehr so gerne toben und klettern werden Billiard, Airhockey oder Kicker bereitgestellt. Die Erwachsenen sollen sich auch nicht langweilen und dürfen sich meist über eine breite Auswahl an Zeitschriften in einem Cafébereich freuen. In einigen Indoor-Spielplätzen können Erwachsene auch eine Ruhe-Lounge mit WLAN-Anschluss nutzen. Fast alle Indoor-Spielplätze haben auch extra Partyräume oder einen abgetrennten Bereich für Geburtstagskinder und ihre Gäste. Denn es wird immer beliebter, hier das Kinderfest ausrichten zu lassen. Oft kann das Catering dazu gebucht werden, manchmal auch eine Kinderanimation.

Die besten Tipps für einen gelungenen Besuch im Indoorspielplatz

Die richtige Wahl treffen: Welcher Platz passt zu euch? Nicht jeder Indoor-Spielplatz ist für jede Altersgruppe geeignet. Gibt es beispielsweise wirklich Angebote für Kleinkinder oder für Schulkinder? Am besten Nachbarn oder Bekannte fragen, ob sie Tipps haben.

Preisvergleich: Das Vergnügen für eine ganze Familie kann ziemlich teuer werden. Oft zahlen Kinder mehr als Erwachsene, manchmal über 10 Euro. Hinzu kommen Kosten für Getränke und Speisen vor Ort - es ist meist verboten, etwas mitzubringen. Auch hier lohnt der Vergleich - oft ist ein anderer Spielplatz im Nachbarort günstiger.

Richtig kleiden: Die Kinder sollten so angezogen sein, als ob sie sich in einer Turnhalle befinden. Sporthose oder Leggings und ein T-Shirt sind am besten geeignet. Praktisch sind auch Socken mit Gummistoppern. Der Anti-Rutsch-Effekt sorgt für mehr Halt beim Klettern. Wichtig: die Kleidung sollte weder Schnüre, noch Kapuzen oder Kordeln haben - sonst könnten Kinder an Spielgeräten hängen bleiben. Für Dich selbst solltest auch an bequeme, leichte Garderobe denken. Denn Eltern sollen oft mittoben, und mit wenn der Pulli nicht zu warm ist, macht das auch Spaß!

Treffpunkt vereinbaren: Oft ist der Lärmpegel sehr hoch und gerade große Hallen sind auch sehr unübersichtlich gestaltet. Hier unbedingt ein Treffpunkt vereinbaren, am dem Ihr Euch trefft.

Ruhe bewahren: Manchmal können auch hier andere Eltern und deren Kinder sehr anstrengend sein. Bei einigen herrscht eine "Ich habe viel gezahlt, also bin ich der Boss-Mentalität", andere Eltern betreuen den eigenen Nachwuchs gar nicht oder belegen selbst das Trampolin, obwohl Kinder warten.

Gutes Timing: Besonders unübersichtlich, laut und leider auch dreckig wird es, wenn das Wetter besonders mies ist. Wer schon vor der Halle keinen Parkplatz findet, sollte lieber gleich weiter fahren. Auch wenn dann die Enttäuschung auf der Rückbank groß ist. Mit jüngeren Kindern ruhig früh am Vormittag kommen, da schlafen die Schulkinder noch oder sind im Unterricht und es ist wesentlich entspannter für die Kleinen.

Aufpassen: Indoor-Spielplätzen sind groß und für viele unterschiedliche Bedürfnisse ausgelegt. Gerade kleine Kinder müssen daher gut beobachtet werden. Eltern können sich hier nicht auf den Betreiber verlassen und sich in den Ruhebereich zurückziehen - denn damit verletzten sie ihre Aufsichtspflicht.

Selbst Kind sein: Hüpfen, mit Bällen werfen, Kickern oder rutschen? Wer zwei Stunden mit dem Nachwuchs klettert und tobt kann viel Lachen und sich auch bestens amüsieren. Schon ist der Lärm nicht mehr so schlimm. Und Geld für einen Besuch im Fitness-Studio sparst du auch, denn das wilde Spiel verbraucht ziemlich viele Kalorien!