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Fernbeziehung zu Oma und Opa

Oma und Opa sind die Besten – aber leider oft weit weg. Doch auch wenn viele Kilometer die Großeltern von ihren Enkelkindern trennen, ist es möglich eine enge Bindung aufzubauen.
Denn nicht die räumliche Nähe, sondern die gefühlte Nähe ist entscheidend - und vor allem das gegenseitige Interesse. Heute sind auch lange Distanzen recht schnell überwunden. Ein Enkelkind, das im Allgäu lebt, während Oma und Opa in Husum wohnen? Heute, wo es diverse digitale Kanäle gibt, die den regelmäßigen Kontakt erleichtern, kann auch bei großer Entfernung eine enge Bindung aufgebaut und gepflegt werden.

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Familienkontakte: Vater und Opa mit Kind an der Hand

Am Alltag teilnehmen

Sind die Kinder noch sehr klein, müssen Eltern ihnen dabei helfen, einen engen Kontakt zu den Großeltern aufzubauen. Vielleicht ist es möglich, dass sie ein paar Tage im Stück zu Besuch kommen? Je älter die Kinder sind, dürfen sie auch selbst zu Oma und Opa fahren und dort vielleicht auch übernachten. Erst mit den Eltern und später allein. Je mehr die ganz junge und die ältere Generation den Alltag der anderen erleben können, desto besser.

Die Technik bringt Menschen zueinander

Früher war es schon etwas besonderes, wenn Großeltern und Enkel telefonieren konnten, die Stimme vertraut war. Heute ist dank Skype und anderer Bildschirmtelefonie der Austausch noch schöner. Denn so können sich Großeltern etwas vom Kindergartentag erzählen lassen und sehen dabei auch die Mimik und die Gesten. So wird auch eher klar, was eine „Bubse“ sein soll – denn wenn der Zweijährige dabei auf seinen Kopf zeigt, ahnt auch Opa, dass wohl von einer Mütze die Rede ist. Die meisten Großeltern haben heute selbst Internet und können iPad und Co. durchaus bedienen. Wenn nicht, lernen sie es für die Enkel sicher gern.

Der Briefträger als besonderer Freund

Der Briefträger kommt! Für kleine Kinder ist das ziemlich aufregend. Wenn sie dann auch noch einen an sie adressierten Brief bekommen, ist die Freude groß. Vielleicht möchten Oma und Opa eine CD aufnehmen und darauf laut ein Buch vorlesen? Oder Lieder singen? Ein Kind, das Tiere toll findet, freut sich sicher über eine Postkarte mit seinem Lieblingstier. Umgekehrt können auch die Kleinen schon Postkarten bemalen oder ein schönes Bild per Post schicken. Eltern können dabei ein wenig helfen.

Mein besonderes Oma- und Opabuch

Kinder lieben Bilder. Eine tolle Idee ist ein spezielles Oma- und Opabuch. Dazu am besten ein schönes Fotobuch mit dickem festem Papier erstellen. Oder die Bilder abziehen lassen und ein Fotoalbum wählen, dass robust ist. In dieses Großelternbuch kommen Fotos vom Oma und Opas Zuhause, von schönen gemeinsamen Momenten. Der erste Besuch von Oma, als das Kind ein Baby war, vom Ausflug in den Zoo mit Opa. Dieses Buch darf auch allein vom Kind durchgeblättert werden – dem Fotobuch folgt irgendwann Band 2 und auch das Album wird immer ergänzt.
Über so ein Album freuen sich auch die Großeltern. Denn auch sie möchten natürlich gern an der Entwicklung ihres Enkelkinds teilhaben. Kleine Basteleien, ein Anruf bei dem von einem neu gelernten Wort berichtet wird oder eine Einladung zum Kita-Fest sind für Großeltern wichtig.

Gemeinsame Urlaube

Manchmal können Besuche auch anstrengend sein. Mein Haus, meine Regeln – schön und gut, aber eine Woche unter einem Dach kann auch zu Streit führen. Wenn Oma und Opa ganz andere Regeln machen wollen, müssen sich die Eltern einig sein. Kleinigkeiten dürfen bei den Großeltern anderes sein, etwa das Nutellabrötchen auch an einem Montag. Wichtige Dinge, etwa das Einhalten vom Mittagsschlaf, bestimmen die Eltern.
Wenn sich Eltern und Großeltern gut verstehen, ist für Kinder ein gemeinsamer Urlaub wunderbar. Im gleichen Hotel verschiedene Zimmer oder in einem Ferienpark zwei naheliegende Ferienhäuser sind für viele eine ideale Lösung beim Mehrgenerationenurlaub. So kann sich jeder auch ein wenig zurück ziehen und gleichzeitig kann viel Zeit miteinander verbracht werden.
Es ist auch für dich wertvoll, den Kontakt zu den Großeltern zu pflegen. Wie schön, wenn ihr sagen könnt: Wir sind eine Familie und alle Omas und Opas haben wir lieb – auch wenn sie woanders wohnen.

Autorin

Dieser Artikel wurde von Silke Plagge verfasst.