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Tipps für ein Geschwisterkinderzimmer

Manchmal ist die Wohnung einfach klein, manchmal mögen Geschwister einfach gern ihr Reich teilen. Worauf sollte geachtet werden, wenn Kinder sich ein Zimmer teilen? Wir haben die besten Tipps gesammelt.

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Geschwisterkinderzimmer gestalten: Girlanden

Wenn Geschwister sich ein Zimmer teilen

 

1. Nicht in Frage stellen

Eltern helfen ihren Kindern am besten damit, dass sie das Teilen nicht in Frage stellen. Wer immer sagt: "Ach, ich hatte es als Kind ja besser", macht es den Kindern schwer. Ein geteiltes Zimmer heißt nicht nur, dass Raum abgeben werden muss, sondern auch, dass ein Spielpartner da ist, ein Beschützer und ein Verbündeter gegen die Großen. Mit guter Planung kann auch ein geteilter Raum ein wunderbares Reich für zwei werden.

 

2. Welcher Raum soll es sein?

Wenn sich Geschwister den Platz teilen, sollte es nicht das kleinste Zimmer in der Wohnung sein. Jeder Raum hat dank seiner Architektur ganz eigene Möglichkeiten. Ein eher breites Zimmer kann mit Raumteilern sehr gut in verschiedene Bereiche unterteilt werden. Wie wäre es mit einem Regal, das als Sichtschutz zwischen den Betten dient?

 

3. Auslagern und gut planen

Ist der Raum eher eng, sollte möglichst viel ausgelagert werden. Kann vielleicht im Arbeitszimmer der Eltern noch ein Schreib- oder Basteltisch untergebracht werden? Oder der Kleiderschrank und ein Regal für Bücher und Spiele in den Flur wandern? Kinder mögen es, wenn jeder seine eigenen Ecken hat. Das geht aber natürlich nur, wenn ausreichend Tageslicht im Zimmer ist. Eine Möglichkeit wäre es auch, ein Etagenbett in die Mitte des Raumes zu stellen, sodass jedes Kind eine Zimmerhälfte hat.

 

4. Auf unterschiedliche Bedürfnisse achten

Wenn die Architektur des Raumes für eines der Geschwister besondere Einschränkungen mit sich bringt, müssen Eltern klare Ansagen machen. Ein Schulkind braucht einen eigenen Arbeitsbereich und Ablagen für Schulmaterial. Hat ein Kind ein Hochbett und das andere braucht noch ein Gitterbett, so ist es nicht zu ändern, dass unter dem Hochbett der größte Spielraum ist. Wichtig ist, dass den Beiden klar wird, dass auch auf ihre Bedürfnisse geachtet wird.

 

5. Klare Aufteilung und viele Aufbewahrungsmöglichkeiten

Ältere Kinder möchten gern am Wochenende länger schlafen und haben Spielzeug, das von Kleineren schnell kaputt gemacht werden kann. Wenn das Legobauwerk, an dem stundenlang getüftelt wurde, einfach abgerissen wird, ist Streit vorprogrammiert. Hier hilft eine klare Aufteilung - und viele Aufbewahrungsmöglichkeiten. Eine Playmobilburg kann beispielsweise einen festen Platz auf einer Holzplatte haben, die nur bei Bedarf von einer Kommode herunter geholt wird - so ist das wertvolle Stück für das Kleinkind unerreichbar und das Vorschulkind kann auf Wunsch damit spielen. Wertvolle Sachen sollten gesonderte Orte bekommen.Wichtig ist auch, dass die Kinder wissen, dass die Einteilung nicht starr ist und es auch Änderungen geben wird. Schließlich wird ja auch das Nesthäkchen mal ein Schulkind sein.

 

 

6. Betten als Spielstätten und Rückzugsorte

Viele Eltern bevorzugen bei geteilten Zimmern ein Etagenbett. Klarer Vorteil: so wird Platz gespart. Mit Vorhängen kann dafür gesorgt werden, dass jedes Kind sich zurückziehen kann. Das Bett des anderen sollte tabu sein, auch wenn Freunde eingeladen sind.Wichtig ist, dass das ältere Kind oben schlafen sollte und ein Hoch- oder Etagenbett gut gesichert ist. Idealerweise sollte zu einem Modell gegriffen werden, das sich auch zu zwei Einzelbetten umbauen lässt. Vielleicht ändern sich ja die räumlichen Möglichkeiten der Familie noch.

 

7. Wenn Freunde da sind

In einem Zimmer für zwei herrscht durchaus mal Streit, zum Beispiel, wenn Besuch da ist und das Kind ohne Besuch eifersüchtig wird oder einfach Langeweile hat. Eltern können für mehr Entspannung sorgen, wenn klar ist, dass ein Kind, das Besuch hat, das Zimmer nutzen kann und das andere dafür im Wohnzimmer basteln darf oder woanders ein Leseeckchen hat.

 

8. Farben zeigen Bereiche an

Für ein harmonisches Miteinander sorgt auch die Farbgebung eines Zimmers. Einheitliche Möbel, etwa gleiche Betten oder Schreibtische wirken ruhiger. Ein Zimmer kann auch einen Grundton - etwa durch helle Kiefernholzmöbel bekommen. Oder ganz bewusst in zwei Bereiche, etwa einen roten für die Tochter und einen blauen für den Sohn aufgeteilt werden, ganz nach Farbvorlieben der Kinder.

 

 

Wir wünschen euch viel Spaß beim Planen und Einrichten und denkt an die alte Eltern-Weisheit: Jeder Plan ist nur so lange gut, bis es einen besseren gibt!