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Selbsttest
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Beziehung auf dem Prüfstand - Trennung: Ja oder Nein?

Die Geburt eines Kindes, der berufliche Wiedereinstieg beider Partner und die Umstellungen durch das neue Familienleben können zu Konflikten zwischen Vater und Mutter führen und die Beziehung sehr belasten. Zu wenig Zweisamkeit, zu unterschiedliche Ansichten und Ansprüche, zu wenig Verständnis sind häufig Ursachen für Trennungsgedanken. Manchmal ist eine Trennung unvermeidlich, oft können die Partner jedoch noch viel ausprobieren und ändern, um gemeinsam die Krise zu überwinden. Dieser Test hilft dir dabei, besser einschätzen zu können, an welchem Punkt du und dein/e Partner/in steht.

Partnerschaft: Mann und Frau sitzen Rücken an Rücken

Instabile Beziehung

Du bist innerlich auf dem Absprung und eure Beziehung scheint am seidenen Faden zu hängen. Du hast das Gefühl, dass bei euch beiden kein großes Interesse an einer Konfliktbeseitigung besteht. Du bist mit der Situation und deinem/r Partner/in sehr unzufrieden und wünschst dir Veränderungen. Doch bedenke, dass du eine Person nicht vollkommen verändern kannst. Du ziehst dich gefühlsmäßig aus der Beziehung zurück und suchst dir andere Bereiche, die dich glücklich machen.
Tipp: Komm wieder mit deinem/r Partner/in ins Gespräch, versuche die Situation mit ihm/ihr zu besprechen. Vielleicht kommt ihr zu dem Ergebnis, dass eine Trennung unvermeidlich ist. Vielleicht findet ihr aber auch wieder zueinander. Häufig ist es auch sehr hilfreich, wenn ihr euch für Gespräche Hilfe von außen sucht. Bedenke, unter derart starken Beziehungsproblemen leiden auch die Kinder. Macht eine Paartherapie oder sucht euch für die Trennung Begleitung durch Mediation, denn auch getrennte Paare bleiben Eltern!

Belastete Beziehung

Dein/e Partner/in und du streitet euch derzeit sehr viel und könnt euch selten einigen. Dabei werdet ihr häufig laut und auch euer Kind bekommt das mit. Du hast das Gefühl, kein Verständnis von deinem Gegenüber zu bekommen und fühlst dich im Stich gelassen. Dinge, die du bemängelst, werden nicht beachtet und weiterhin vernachlässigt. Dabei setzt du voraus, dass du unter enormem Stress stehst. Bedenke jedoch, dass dein/e Partner/in als Elternteil ebenso unter hohem Druck steht. Bevor euer Kind zu sehr darunter leidet, solltet ihr handeln.
Tipp: Sprich mehr mit deinem/r Partner/in, bleib dabei jedoch verständnis- und weniger vorwurfsvoll. Such nicht nur beim anderen nach Fehlern, sondern versuch auch ihn/sie zu verstehen. Einigt euch, wer von sich erzählen darf und wer zunächst zuhört. Bevor ihr euch zu einer Trennung entscheidet überlegt, ob es noch anderes gibt, was ihr versuchen könnt (Paartherapie o.Ä.).

Unausgeglichene Beziehung

Eigentlich lebst du gerne mit deinem Partner/deiner Partnerin und glaubst an euch als (Eltern)paar. Doch in letzter Zeit bist du sehr unzufrieden und fühlst dich vernachlässigt. du wünschst dir mehr Aufmerksamkeit und ärgerst dich häufig über seine/ihre Angewohnheiten. Dabei sprichst du jedoch selten darüber, sondern bleibst frustriert und äußerst dies durch Schweigen. Doch du merkst, dass das keine Besserung bringt und deine Unzufriedenheit  wächst. Dabei sollte dir allerdings bewusst sein, dass Kinder unterbewusst auch derartige Konflikte mitbekommen.
Tipp: Wenn ihr jetzt nicht handelt, driften eure Welten immer weiter auseinander, obwohl ihr das eigentlich gar nicht wollt. Initiiere ein Gespräch mit deinem/r Partner/in, in dem du von deinem Frust, deinen Ängsten und deinen Wünschen berichtest. Vielleicht wird dich seine/ihre Reaktion überraschen. Bleib dabei auch offen für seine/ihre Anliegen. Nehmt euch regelmäßige Zeiten – nur für euch als Paar. Unterbrecht die belastende Alltagsroutine. Dann entdeckt ihr auch wieder das, was euch verbindet.