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Fixierung auf den Entbindungstermin

Vielleicht hast du ja gleich nach dem ersten Frauenarzt-Besuch dieses Datum rot im Kalender markiert: den Entbindungstermin. Aber was ist dran an dieser Markierung? Wie verlässlich ist das errechnete Datum?

Schwangere mit Babybauch - warten auf den Entbindungstermin

Das sagt die Statistik

Von der Papierlage her ist es so: Nur vier von hundert Babys kommen am errechneten Tag zur Welt. Viel häufiger ist eine Entbindung davor oder danach. Besonders dein erstes Baby lässt sich gerne viel Zeit – bis zu 14 Tagen nach dem errechneten Termin sind absolut im grünen Bereich.

Und wie geht es dir damit?

Kommt das Baby zu früh zur Welt, dann wirst du überrascht vom Termin und machst dir Sorgen um die Gesundheit des Babys oder bist erleichtert, dass alles gut gegangen ist. Gedanken über die perfekte Vorbereitung treten dann natürlich in den Hintergrund. Manche Mütter, deren Baby sehr viel zu früher zur Welt kommt, fühlen sich fast betrogen um die letzten Wochen.

Anders hingegen ist die Situation beim Überschreiten des Termins: Nun befindest du dich eher in einem Loch. Alles ist vorbereitet – bloß das Baby findet es in Mamas Bauch warm und gemütlich und will einfach nicht kommen. Alle Bücher ist gelesen und du hast alles ausprobiert: heiße Bäder, Fahrradtour und Treppensteigen. Und möglicherweise wird auch der Vater oder die Verwandtschaft ungeduldig, weil ihre Planungen durcheinander geraten.

Was hilft?

Nimm den Termin von Anfang an als das, was er ist: eine grobe Markierung, keine exakte Zeitangabe. Erspare dir nervige Nachfragen, indem du ihn nach außen nur vage datierst, z.B. „das Baby kommt Mitte Juli“ oder „es könnte ein Weihnachts- oder Neujahrsbaby werden“. 

Wenn euer Baby viel zu früh gekommen ist, suche dir Unterstützung in einer Frühchengruppe, die es fast überall gibt. Deine Hebamme kann dir hier weiterhelfen. 

Allen, die Warten müssen, hilft nur Geduld und als Trost die Erkenntnis, die jemand augenzwinkernd einmal so formuliert hat: „Genieße es einfach. So pflegeleicht wird es nie wieder sein“. 

Babys haben ihre eigene Zeitplanung. Und ihre Eltern stellen sich am besten gleich darauf ein– von Anfang an.

Autorin-Rose Volz-Schmidt

Dieser Artikel wurde von Rose Volz-Schmidt verfasst. 
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