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Mir ist so schlecht... Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Zumindest in den ersten 12 Wochen sind viele Schwangere mehr oder weniger von Übelkeit betroffen. Während man dieses Gefühl sonst meist nur für wenige Tage von gelegentlichen Magen-Darm-Grippen kennt, ist diese anhaltende Dauer-Übelkeit ziemlich neu und äußerst anstrengend. Doch keine Panik! Es gibt einiges, das du tun kannst, um das flaue Gefühl im Magen zumindest zu lindern.

Schwangere liegt auf dem Bett und liest ein Buch

Hier findest du einige wertvolle Tipps:

  • Morgens vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen. Vielleicht kann dein Partner dir ein kleines erstes Frühstück ans Bett bringen oder – selbst ist die Frau – du packst einen kleinen Snack wie ein Knäckebrot, Zwieback oder Nüsse in eine Dose, die du dir auf den Nachtisch stellst.

  • Regelmäßig essen: Ein stabiler Blutzuckerspiegel hilft, Übelkeit zu zähmen. Deshalb achte darauf, eher fünf kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu dir zu nehmen als nur zwei oder drei große. Vermeide süße Getränke wie Saft, die den Blutzuckerspiegel durcheinander bringen. Auch Süßigkeiten solltest du nur in kleinen Mengen genießen und, wenn du sie isst, lieber als Nachtisch zusammen mit einer gesunden Mahlzeit, weil dann der Blutzucker weniger in die Höhe schnellt.

  • Meide Koffein, da dies die Übelkeit verstärken kann. Auch für die Entwicklung deines Babys ist es besser, auf koffeinfreien Kaffee umzusteigen.

  • Bei Schwangerschaftsübelkeit spielt oft ein Mangel an B-Vitaminen eine Rolle. Deshalb ist häufig die Einnahme des Nahrungsergänzungsmittels Nausema (Vitamine B6,B1 und B12) sinnvoll.

  • Versuche es mal mit Zitrusduft. Das Riechen an Duftölen wie Orange oder Zitrone hilft vielen Schwangeren, sich frischer und besser zu fühlen.

  • Ingwer, z.B. als Tee oder in Kapselform (max. 6 gramm am Tag) kann helfen, Übelkeit zu vertreiben.

  • Lege dich nach dem Essen nicht direkt hin, sondern bleibe noch eine Weile aufrecht.

  • Sei vorsichtig mit sehr fettigem oder stark gewürztem Essen. 

  • Erkundige dich nach einer Hebamme, die Akupunktur anbietet. Diese sanfte Methode der chinesischen Medizin kann gegen Übelkeit und andere Schwangerschaftsbeschwerden helfen. Einige Schwangere machen auch gute Erfahrungen mit einem Akupressurband für die Handgelenke (SeaBand).

  • Gehe regelmäßig spazieren, um deinen Kreislauf zu aktivieren.

  • Sport kann Übelkeit reduzieren. Geeignet sind zum Beispiel Schwimmen, Walken, Schwangerschaftsgymnastik oder -yoga.

  • Manchmal hilft auch Homöopathie. Ein Mittel, das häufig gegen Erbrechen und Übelkeit eingesetzt wird, ist Nux Vomcia D6 (bis zu viermal täglich drei Kügelchen).

Sollten all diese Tipps nicht reichen...

...scheue dich nicht, deine Gynäkologin nach Medikamenten gegen Übelkeit zu fragen. Der Wirkstoff Diphenhydramin beispielsweise ist gut erforscht und gilt in Form einer gelegentlichen Einnahme als unbedenklich. Und, ganz wichtig bei allen Schwangerschaftsbeschwerden: Gönne dir Zeit, bewusst Kontakt zu deinem Baby aufzunehmen und mache regelmäßige Entspannungspausen zu einer Priorität!

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Melanie Schüer

Autorin-Melanie Schüer

Dieser Artikel wurde von Melanie Schüer verfasst.
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