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Wichtige Tipps für guten Schlaf in der Schwangerschaft

Sich so richtig gut ausschlafen? Gar nicht so einfach als Schwangere! Am Anfang der Schwangerschaft warst du wahrscheinlich oft müde, aber ab dem siebten Monat gibt es viele Gründe, die dir den Schlaf rauben können.

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Ungemachtes Bett

Ruhepausen für den Körper

In der Schwangerschaft leistet dein Körper enormes. Kein Wunder, dass er Ruhephasen fordert. Schlaf lädt den Akku bekanntlich auf und hilft zu neuer Energie. Wenn es geht, gönne dir die Pausen. Denn Schlafmangel kann schwierig werden. 

Guter Schlaf in der Schwangerschaft


Tipp 1: Die richtige Schlafposition finden

Sehr wichtig ist eine gute feste Matratze. Denn das Thema Schlaf wird dich noch lange begleiten. Die richtige Schlafposition zu finden ist in der Schwangerschaft mit zunehmenden Babybauch oft eine Herausforderung. Vor allem Bauchschläferinnen müssen sich besonders umstellen. Seitenschläferinnen können sich mit Kissen ein Nest basteln. Und Rückenschläferinnen werden auch feststellen, dass das Gewicht des Babys drücken kann. Die richtige Position ist gefunden? Jetzt nur nicht umdrehen. Und wehe, der Liebste wagt zu stören.
Hilfreich ist tatsächlich ein festes Kissen im Rücken, Seitenschläferinnen entlasten so ihre Hüfte. Auch ein Kissen unter den Waden kann Erleichterung bringen. Prima geht das auch mit einem Stillkisssen, das du dir passgenau zurechtlegen kannst. Die feste und zugleich flexible Füllung ist also nicht nur später beim Stillen eine große Hilfe, sondern auch schon in der Schwangerschaft. Eine Anschaffung, die sich für dich lohnt!
Wer Nachts leicht Sodbrennen oder Herzrasen hat, sollte sich einen Schaumfstoffkeil zulegen, damit eine aufrechtere Schlafhaltung möglich ist. So wird die Durchblutung besser angeregt.

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Tipp 2: Gedankenstopp

Endlich ruhig liegen und dann fängt das Kopfkino an? Die Papiere für Firma X? Und Überlegungen, ob es wirklich alles klappt mit Elternzeit? Oder dem bestellten Kinderwagen? Und was meinte dein Mann eigentlich, als er sagte …
Eine Schwangerschaft ist aufregend. Es fühlt sich alles so neu an. Es gibt so vieles zu bedenken. Untersuchungen, die dich aufregen, Pläne, die geschmiedet werden wollen. Und dann sind da auch noch die Hormone, die dafür sorgen, dass werdende Mütter oft sehr emotional und sensibel sind.
Je stressiger dein Alltag ist, desto weniger ist es verwunderlich, wenn deine Gedanken am Abend noch einmal so richtig wild herumkreisen. Hilfe bringt hier Zeit für dich. Nimm dir bewusst ein paar Minuten zum Nachdenken. Vielleicht hilft es, das Wichtigste aufzuschreiben. Und dann ist Ruhe angesagt! Beende den Tag lieber mit einem Glas Honigmilch, einen leckerem Tee oder einem schönen Bad. Nervige Debatten oder noch ein kurzer Blick auf den PC sind weniger gut. Auch ein spannendes Buch oder eine sanfte Rückenmassage können gut beim Entspannen helfen.

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Tipp 3: Viele zu viele nächtliche Ausflüge zum Bad?

Umso mehr das Baby wächst, desto mehr drückt es auf die Blase. Und der eigene Körper findet auch, dass die Blase möglichst nicht zu voll sein sollte – er trägt schon genug herum. Nervig, deswegen kennen Schwangere bald die Örtlichkeiten nur zu gut.
Das hilft: möglichst viel vormittags und nachmittags trinken und abends nur wenig. Vor dem Schlafen gehen noch einmal zur Toilette gehen und sich dann eine halbe Stunde ins Bett legen. Dort lesen oder sich mit dem Liebsten unterhalten. Das Kleine wird wieder auf die Blase drücken und du kannst noch einmal schnell ins Bad. So kommst du auf möglichst wenig nächtliche Klo-Ausflüge.

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Tipp 4: Nächtliches Babyturnen

Am Tag beruhigen die Bewegungen der Mutter das Baby. Es schaukelt gemütlich und schläft. Und wenn du nun so schön ruhig im Bett liegst – dann wird das Kleine wach. Durch deine entspannte Position hat es jetzt viel Platz, versucht die Beinchen zu strecken, hüpft und turn eifrig herum. Am Anfang freust du dich da noch sehr. Aber wenn es den Schlaf raubt? Auf jeden Fall solltest du dann gucken, ob du nicht auch am Tag öfter die Beine hochlegen kannst oder dir andere Ruheinseln schaffen kannst. Vermeide unbedingt Koffein und Zucker, denn die nimmt das Baby ja mit auf und es  so wird es eben deutlich aktiver.
Freue dich, das du ein munteres Kind hast, dem es gut geht. Vielleicht hilft es auch, das Baby zu streicheln und mit ihm zu reden? Und ein Trost: die kleinen Tanzeinlagen werden mit der Zeit wieder weniger. Dem Kleinen geht es trotzdem gut, hat nur kurz vor der Geburt gar nicht mehr so viel Platz. 

 

Tipp 5: Nicht verunsichern lassen

Wenn du Probleme mit dem Schlaf hast, dann lass dich nicht verunsichern. Sprüche wie: „Warte nur, bis das Kind da ist!“ helfen dir nicht. Gehe viel an die frische Luft, versuche über den Tag verteilt zu essen und viele Pausen zu finden. Vielleicht hat die Natur es auch extra so eingerichtet, dass künftige Mütter sich schon so ein wenig auf kürzeren und anderen Schlaf einstellen. Aber irgendwann wirst du wieder Durchschlafen können. Dein Körper gehört dir wieder ganz alleine und du kannst dich kuscheln wie du willst. Versprochen. Freue dich also auf die aufregende Reise, die bis dahin noch vor dir liegt!