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Tipps für die Mutterschutz-Zeit

Der Alltag im Büro liegt hinter dir – der Mutterschutz hat begonnen. Der Bauch wird immer runder und das Leben damit beschwerlicher. Trotzdem entfalten Schwangere jetzt nicht selten einen regelrechten Nestbautrieb: Alles soll gut vorbereitet sein für die Ankunft des Babys. Das ist auch gut so, denn werdende Mütter und Väter können sich zu diesem Zeitpunkt meist noch nicht vorstellen, warum erfahrene Eltern, wenn sie auf die erste Zeit mit Baby zurück blicken, nicht selten von einem Ausnahmezustand oder den Chaostagen sprechen. Aber worauf lohnt es, das Augenmerk zu richten? Sind es wirklich die frisch geputzten Fenster? Was lässt sich schon vor der Geburt gut vorbereiten, damit die erste Zeit möglichst entspannt verläuft? 

Vater und Mutter im Gespräch auf dem Sofa

Tipp 1 - Sorge für dein leibliches Wohl

So banal es klingt, so grundlegend ist es, rechtzeitig für die ersten Tage nach der Geburt vorzusorgen. Das Baby wird deine volle Zeit und Energie brauchen. Leckeres und nahrhaftes Essen sollte vorbereitet sein, denn zum Kochen und Einkaufen kommst du erstmal nicht. Tiefgefrorenes ist Trumpf - oder ein Partner, deine Freundin, die Oma oder ein lieber Mensch, der dich verwöhnt

Tipp 2 - Bereite die "Flitterwochen" mit dem Baby gut vor

Wenn ihr die erste Zeit wirklich ungestört zu dritt verbringen möchtet, dann teilet das schon vor der Geburt den Freunden und Verwandten mit. Bittet sie um Verständnis, dass ihr euch melden werdet, wenn ihr drei euch bereit fühlt, Besuche zu empfangen. Und wenn ihr Besuch empfangen möchtet, dann weist vorsorglich darauf hin, dass ihr wirklich nur auf eine Tasse Kaffee einladen wollt. Auch dafür werden die meisten Besucher Verständnis haben.

Tipp 3 - Den Nestbautrieb nicht übertreiben

Ein perfekt ausgestattetes Kinderzimmer, eine komplette Babygarderobe oder ein vollständiges Pflegesortiment fürs Baby? Vergiss nicht: Babys schlafen in der ersten Zeit am liebsten in der Nähe der Eltern. Ein Bettchen und eine Wickelkommode sind anfangs völlig ausreichend. Bei der Babykleidung kauft Ihr am besten nur das Nötigste und schaut erst einmal, welche Größe dem Baby wirklich passt und was ihr vielleicht auch geschenkt bekommt. Und bei den Pflegeartikeln vertraut ihr am Besten auf die Tipps im Krankenhaus und auf die der Nachsorgehebamme.

Tipp 4 - Aktiviert euer Unterstützungsnetzwerk

Frage Freunde, Nachbarn und Verwandte, wer dir in der ersten Zeit helfen kann. Habt nicht den Anspruch, alles selber machen zu müssen: kochen, putzen, Wäsche waschen. Vielleicht wünscht du dir statt des zehnten Babystramplers ein frisches Mittagessen oder einen Unterstützungsnachmittag für dich?

Tipp 5 - Kümmere dich unbedingt um dein eigenes Wohlergehen

Die ersten sechs Wochen nach der Geburt heißen "Wochenbett", weil sich alle drei von der Geburt erholen müssen, nicht nur körperlich. Und das Baby muss zudem ankommen auf der Welt. Dazu braucht es Zeit und Ruhe. Plant die ersten Wochen so, dass keine größeren körperlichen Anstrengungen wie Hausputz oder Renovierungsarbeiten anfallen. Vermeide alle Arbeiten, die nicht unbedingt sein müssen.

Tipp 6 - Sorge für eine ungestörte Wartezeit

Wenn du nicht möchtest, dass die aufgeregte Verwandtschaft sich fortlaufend bei dir meldet, um sich nach möglichen Anzeichen für die bevorstehende Geburt zu erkundigen, dann sorge vor: Besprich den AB oder die Mailbox. Oder verlege den Geburtstermin gleich um zwei Wochen nach hinten- jedenfalls für Freunde und Verwandte.