1. Home
  2. Häufige Fragen
  3. Babyschlaf
  4. Träumen Babys eigentlich?
Elternfrage

Träumen Babys eigentlich?

Autorin – Melanie Schüer | Lesezeit: Etwa 3 Minuten

Träumende Babys zu beobachten macht Spaß: man sieht, wie das kleine Händchen zuckt, hört vielleicht ein leises Schmatzen und bemerkt die Augenbewegungen unter den geschlossenen Lidern.  Auch wenn wir nicht genau wissen, was ein Baby träumt, wissen wir doch, dass ein Baby träumt. Wie bei uns Erwachsenen wechseln sich von Beginn an Tiefschlafphasen mit den REM-Phasen (für rapid eye movement), den Traumphasen also, ab. Experten nennen diese bei Babys die „aktive Schlafphase“ im Unterschied zur Tiefschlafphase. Und wie bei uns Erwachsenen sorgen die Tiefschlafphasen für die eigentliche Erholung, während die Traumphasen beim Verarbeiten der vielen Erlebnisse und Eindrücke helfen, die wir tagsüber gemacht haben. Wenn ein Baby unruhig schläft kann es auch damit zusammenhängen, dass es vielen – vielleicht zu viele – Sinneseindrücken ausgesetzt war.

Säugling schläft und lächelt im Schlaf

Ab wann Babys träumen

Babys träumen also von Anfang an, aber erst nach und nach bilden sich regelmäßige Phasen und ein klarer Tag-Nacht-Rhythmus aus. Besonders in den ersten Monaten brauchen Babys sehr viel Schlaf. Man kann davon ausgehen, dass Babys in den Traumphasen viel verarbeiten müssen, denn ein neugeborener Säugling schläft zwischen 11 und 18 Stunden und – das ist das Spannende – verbringt davon gut die Hälfte in der aktiven Phase. Ganz anders als wir Erwachsenen also, die von den ca. acht Stunden Schlaf nur 20% – 25% träumend verbringen. Dieser Traumanteil ändert sich auch bei Babys ab ca. sechs Monaten erstaunlich schnell, und schon zum Ende des ersten Lebensjahres träumt ein schlafendes Baby nur noch in einem Viertel seines Schlafes.

Bei Schlafstörungen von Babys zwischen 6 und 12 Monaten spielt häufig auch der sich verändernde Rhythmus eine große Rolle: in der Tiefschlafphase nimmt ein Baby nichts wahr. Es könnte ohne Probleme neben einem laufenden Staubsauger weiterschlafen. Doch beim Übergang in die sehr viel leichtere aktive Schlafphase wacht das Baby auf, weint, und braucht dann häufig Trost und Sicherheit, um zurück in die nächste Tiefschlafphase zu finden. Das Durchschlafen müssen Babys nach und nach lernen.

Was Babys träumen

Aber was träumen Babys eigentlich? Sicherlich können wir die Träume von Babys nicht mit unseren Träumen vergleichen. Während wir ganze Geschichten im Traum erleben können, sind es nach Ansicht von Experten bei Babys eher einzelne Bilder voller Gefühle. Babys verarbeiten durch das Träumen die vielen neuen Eindrücke, die dadurch im Gehirn gespeichert werden können. Tatsächlich lernt ein Kind erst im Lauf des vierten Lebensjahres Traum und Wirklichkeit klar voneinander zu unterscheiden. Viel wissen wir also nicht darüber, was Babys träumen. Wir wissen aber, dass es in den häufigen aktiven Schlafphasen eine ganze Menge zu verarbeiten hat. Wie gut, dass ihr als Papa oder Mama euer Baby auf seiner spannenden Reise begleitet – auch wenn eure Nächte dadurch kürzer und unruhiger sind.

Autorin – Melanie Schüer

Dieser Artikel wurde von Melanie Schüer verfasst.
Klicke >>hier, um mehr über unser Redaktions-Team zu erfahren.

Newsletter Anmeldung ZUR ANMELUNG

Online Beratung
zur Onlineberatung
» zur Beratung