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Elternfrage

Beikost einführen: wie geht das am besten?

Autorin – Melanie Schüer | Lesezeit: Etwa 6 Minuten

Keine Frage: in den ersten Monaten braucht dein Baby Milch und Beikost, also der erste Brei, ist noch in weiter Ferne. Doch dein Baby entwickelt sich rasant, wird immer wacher, bewegt sich mehr, braucht mehr Energie und mehr Nährstoffe. Wenn dein Baby zwischen fünf und sieben Monaten alt ist reicht meist die Ernährung mit Milch nicht mehr aus. Auch die Nährstoffdepots, die noch aus der Schwangerschaft stammen, sind dann aufgebraucht. Es ist Zeit, mit der sogenannten Beikost zu beginnen. Eine neue Entwicklungsphase beginnt, denn dein Baby lernt mit der Beikost unterschiedliche Geschmacksrichtungen kennen und entdeckt eine neue Welt. Denn es lernt vom Löffel zu essen.  Hier findest du eine Einführung ins Thema. Lese aber auch unsere Ernährungstipps für Beikost

Brei, Gemüse, Obst für Babys

Ab wann du mit Beikost bei Babys starten kannst

Trotzdem sollte der Übergang vom Stillen bzw. Fläschchen zur Beikost nach und nach erfolgen und nicht zu abrupt sein. Achte dabei auch auf die Signale und die Reife deines Babys: kann es aufrecht sitzen? Hat es nach den Milchmahlzeiten immer noch Hunger? Kann es seine Zunge schon seitwärts bewegen?
Mit Beginn des 5. Monats kann der erste Brei eingeführt werden,  und im Abstand von ca. 1 Monat dann die beiden nächsten Breie. Wenn dein Baby noch nicht reif ist für eine Löffelmahlzeit, kann mit der Beikost auch später gestartet werden. Aber spätestens mit Beginn des 7. Monats sollte das Baby nicht mehr nur Milch, sondern auch Brei bekommen.

Gestartet wird mit dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei mittags, zunächst mit dem Gemüse. Wenn das gut klappt, dann kommen Kartoffeln und danach Fleisch dazu. Nach etwa vier Wochen kommt der Milch-Getreide Brei am Abend und schließlich der Getreide-Obst-Brei. Manche Eltern wählen statt Breikost eine Methode, die aus den USA kommt aus, das „Baby led weaning“.  Das Baby benutzt seine Hände, um sich selbst zu füttern, es wird nicht mit dem Löffel gefüttert. Jedoch schaffen viele Babys mit dieser Methode es nicht, ausreichend Nahrung aufzunehmen. Dann ist es gut, parallel doch Löffelkost zu geben.

Die Beikostphase dauert in der Regel bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Dann kann das Baby auch festere Lebensmittel essen und wird sich für das Essen vom Familientisch interessieren. Festere Lebensmittel kann es in die Hand nehmen, das zerdrückte Familienessen wird gefüttert oder vielleicht sogar schon selbständig gegessen.

Wie du Beikost einführen kannst

Wenn du die Beikost mit den Breien nach und nach eingeführt hast merkst du schnell, dass dein Baby Vorlieben hat und nicht alle Breie gleich gerne mag. Trotzdem ist es sehr wichtig, dass nach der Umstellung von der Milch auf die Beikost auch wirklich alle drei Breiarten gefüttert werden, damit dein Baby ausgewogen ernährt wird, was für seine Entwicklung notwendig ist. Und beginne ab der ersten Beikost damit, dem Baby zusätzlich Flüssigkeit zu geben: Trinken ist wichtig, aber bitte keine süßen Säfte! Wasser aus dem Fläschchen und später aus dem Becher ist völlig ausreichend und schädigt nicht die Zähnchen, die nun nach und nach kommen werden.

Mit der Zeit wirst du merken, dass dein Baby wirklich reif für den Löffel ist. Dafür brauchst du Geduld beim Füttern, viele Lätzchen (nicht nur beim Karottenbrei) und dein Baby Hunger. Dann schafft ihr die Beikostphase mit Erfolg!

Ein Beikostplan ist sinnvoll

Ein Beikostplan ist sinnvoll, um sicherzugehen, dass du deinem Kind wirklich die Nährstoffe zuführst, die es braucht: 3x Fleisch und 1 bis 2x Fisch pro Woche sollten dabei sein. Bis zu drei warme vegetarische Mahlzeiten runden den Beikostplan ab. Vegetarische Mahlzeiten sollten mit Vollkornflocken angereichert werden: 10g Vollkornflocken zusätzlich in den Gemüse-Kartoffel-Brei gemischt, liefern das Eisen, das dein Baby für seine Entwicklung braucht.

Ideen für Beikost-Rezepte

Wenn du überlegst, einen Brei selbst zu kochen und nicht nur Gläschen zu füttern, findest du hier Ernährungstipps zur Beikost und Rezeptideen. Im Artikel gibt es auch Ideen für schnelle Rezepte und Empfehlungen für Zutaten. Generell sind die Beikostrezepte einfach und die Herstellung gut zu bewältigen. Meist ist das auch preiswerter. Außerdem kannst du selbst bestimmen, welche Zutaten der Brei enthalten soll. Dein Baby lernt bei selbstgemachter Beikost früh unterschiedliche Geschmacksrichtungen kennen. Natürlich spricht nichts gegen Gläschen, wenn du nicht selber kochen kannst oder magst, es eilig hast oder unterwegs füttern musst. Versuche es doch einmal mit einem selbstgemachten Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Du nimmst:

  • 100g Gemüse – z.B.  Möhren, Zucchini, Kürbis, Broccoli oder Fenchel je nach Jahreszeit und Geschmack
  • 50g Kartoffeln
  • 30g mageres Fleisch – z.B. Hühnchen oder Rind
  • 1,5 Esslöffel Obstpüree oder Saft
  • 1 Esslöffel Rapsöl

Das Gemüse und die Kartoffeln (geschält und geputzt) zusammen mit dem kleingeschnittenen Fleisch in wenig Wasser ca. 10 Minuten kochen. Dann zusammen mit dem Saft pürieren und das Öl zugeben. Babybrei kannst du auch auf Vorrat kochen und portionsweise einfrieren.
Solltest du weitere Fragen zur Beikost haben, wende dich an unsere Onlineberatung.

Autorin – Melanie Schüer

Dieser Artikel wurde von Melanie Schüer verfasst.
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