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Wortspiele – Kinder sinnvoll beschäftigen

Bei drei Tagen Regenwetter, während einer Zugfahrt, oder in einem Wartezimmer - sicher kennst auch du Situationen, in denen dir und deinem Kind langweilig ist und ihr euch die Zeit unkompliziert vertreiben möchtet. Hier eignen sich Wortspiele oder Sprachspiele, die du ganz einfach zwischendurch, ohne Materialien oder komplizierte Spielregeln, spielen kannst. Ein toller Vorteil: Du schulst das aktive Sprechen, das Wortverständnis, den Wortschatz, das Gefühl für Laute und die Konzentration deines Kindes ganz nebenbei.
Wenn du das Gefühl hast, dein Kind könnte Sprachprobleme haben, findest du hier Wissenswertes zum Thema Artikel Hat mein Kind Sprachprobleme?

Sprache macht Spaß – spielerischer Umgang

Auf spielerische Art und Weise festigst du also einige Schritte, die in der Sprachentwicklung durchlaufen werden. Neben diesen nützlichen Aspekten bereiten solche Spiele einen enormen Spaß – und das nicht nur für Kinder, sondern für die ganze Familie! Im Folgenden lernst du drei Wort- und Sprachspiele für zwischendurch kennen, die du unbedingt mal ausprobieren solltest.

1. Alphabet-Spiel

Das Alphabet-Spiel ist ein sehr einfaches Spiel, um mit dem Wortschatz deines Kindes ungezwungen umzugehen. Hierbei bestimmt eine Person einen Oberbegriff, beispielsweise den Begriff „Tiere“. Alle anderen Mitspieler müssen nun ein Tier in alphabetischer Reihenfolge, mit dem entsprechenden Anfangsbuchstaben finden, also „A wie Affe“, „B wie Bär“, C wie – na, überleg mal, ob es ein Tier mit C am Anfang gibt!

Die Vorgabe der Oberbegriffe kann je nach Alter der Mitspieler leichter oder schwerer gestaltet werden. Leichte Oberbegriffe sind Tiere, Vornamen oder Berufe. Schwere Oberbegriffe sind Flüsse, Hauptstädte oder Länder. Wenn kleine Kinder mitspielen, könnt ihr die Regeln auch noch leichter gestalten, indem es einfach „nur“ ein Tier nennt, egal mit welchem Anfangsbuchstaben das Tier beginnt. Probiert es mal aus!

2. Eine Kette aus Buchstaben

Dieses Spiel kann unendlich lange gespielt werden und fordert vor allem den spontanen Wortabruf und das Gefühl für die Position von Lauten. Ein Mitspieler gibt ein Wort vor – egal welches – und der nächste Spieler nennt mit dem Endbuchstaben des vorgegebenen Wortes ein neues Wort. So geht es reihum.

Zum Beispiel: Fliege, Erde, Esel, liegen, Nudel, lachen und so weiter. In der Schwierigkeit variieren könnt ihr hierbei, in dem ihr euch darauf verständigt, zum Beispiel nur Hauptwörter, nur Verben oder nur Tiere zu nennen. Zusätzliche Spannung kann man erzeugen, in dem man das Spieltempo erhöht. Seid kreativ!

3. Ich packe meinen Koffer – Der Klassiker

Ein klassisches Spiel, das dir sicher auch bekannt ist, ist: "Ich packe meinen Koffer". Hierbei werden vor allem die Merkfähigkeit und die Konzentration geschult.

Und so geht´s: Der erste Spieler vervollständigt den Satz: „Ich packe meinen Koffer, und nehme ein … mit“, in dem er eine Sache nennt, die er im Koffer mitnehmen möchte. Also: „Ich packe meinen Koffer, und nehme eine Angel mit“. Der nächste Spieler wiederholt den Satz und benennt eine zweite Sache, die im Koffer mitgenommen werden soll. Also: „Ich packe meinen Koffer, und nehme eine Angel und meine Schuhe mit“. Der nächste Spieler wiederholt den Satz und fügt noch eine dritte Sache hinzu. So geht es immer weiter. Kannst du den folgenden gepackten Koffer wiederholen? „Ich packe meinen Koffer, und nehme eine Angel, meine Schuhe, die Zahnbürste, ein Buch, eine Hose, die Badehose, Sandalen, Sonnencreme und Schokolade mit“. Hast du es dir gemerkt?

Du merkst, es ist schnell und einfach möglich, Zeiten zwischendurch spielerisch zu füllen. Grundsätzlich gilt natürlich, dass nicht jede Situation deines Kindes mit Spieleangeboten und Entertainment gefüllt werden muss. Es ist auch für Kinder wichtig zu lernen, sich ihre Zeiten selbständig und mit eigenen Beschäftigungen zu vertreiben. Finde den richtigen Augenblick und nutze ihn, um Wort- und Sprachspiele anzuregen – und freue dich dann zusätzlich, dass du die sprachlichen Aspekte deines Kindes ganz nebenbei unterstützt! Viel Spaß!

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Autorin – Helen Mensen

Dieser Artikel wurde von >>Helen Mensen verfasst. Klicke >>hier, um mehr über unser Redaktions-Team zu erfahren.