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Elternfrage

Was mache ich, wenn mein Kind Drogen nimmt?

Autorin – Melanie Schüer | Lesezeit: Etwa 4 Minuten

Nicht immer ist es leicht zu erkennen, ob ein Kind wirklich regelmäßig Drogen nimmt, denn viele Jugendliche geben sich viel Mühe, ihren Drogenkonsum zu verheimlichen. Es kann einiges an Zeit vergehen, bis Mütter oder Väter das Gefühl haben, dass mit ihrem Kind etwas stimmt und gar einen Verdacht auf regelmäßigen Drogenkonsum haben. Hier kannst du lesen, welche Anzeichen dies sein könnten.

Teenager Junge mit Capy  sitz klein gemacht und sieht woanders hin.

Daran kannst du erkennen, dass dein Kind Drogen nimmt

  • Vielleicht fällt dir gerade das Verstecken und Zurückziehen zuerst auf. Du hast den Eindruck, dass dein Kind „immer auf der Hut“ wirkt, als habe es etwas zu verbergen. Nicht immer müssen Drogen dahinter stecken, aber es lohnt sich, dem nachzugehen.
  • Es kann aber auch sein, dass sich das Verhalten deines Kindes auffällig verändert: es wirkt antriebslos oder demotiviert oder zeigt starke Stimmungsschwankungen. Aggressives oder unruhiges Verhalten kann ebenso ein Zeichen dafür sein, dass etwas nicht stimmt.
  • Körperliche Hinweise können zudem Blässe, Schlafproblemen, Appetitlosigkeit, gerötete Augen oder vergrößerte Pupillen, Zittern, Schweißausbrüche, Übelkeit, Kreislaufstörungen und Müdigkeit sein. All diese können aber natürlich auch viele andere Ursachen haben.
  • Weitere Alarmzeichen sind plötzliche Verschlechterungen der Schulleistungen, Rückzugsverhalten oder auch ein erhöhter, unklar begründeter Bedarf an Geld.

Das kannst du tun, wenn dein Kind Drogen nimmt

Wie so oft ist auch hier die richtige Kommunikation sehr wichtig, aber auch gemeinsame Unternehmungen oder der neutrale Blick eines Beraters. Hier einige Hinweise, die dir helfen können, wenn du den Verdacht hast, dass dein Kind Drogen nimmt:

  • Verzichte auf Vorwürfe: Versuche möglichst ruhig und freundlich mit deinem Kind zu sprechen. Suche einen ruhigen, entspannten Moment. Schildere, was dir aufgefallen ist und, was dich besorgt. Frage zuerst einmal nach und höre zu, ohne zu urteilen. Erkläre deinem Kind, welche Gefahren zu siehst, dass du ihm helfen willst und immer für ihn oder sie da bist.
  • Achte darauf, ob dein Kind sich verändert hat: Wirkt es angespannter, reizbarer oder antriebsloser, zurückgezogener? Verhält es sich anders oder fallen dir andere Aspekte auf? Investiere in dieser Zeit ganz besonders in die Beziehung zu deinem Kind um ihm zu signalisieren, dass es dir vertrauen kann.
  • Verbringe Zeit mit deinem Kind: Sprich dazu nicht ständig über das Thema „Drogen“, sondern organisiere unbeschwerte, positive gemeinsame Unternehmungen wie einen Kinobesuch, einen Spieleabend, gemeinsamen Sport o.ä.
  • Suche die Hilfe von Fachleuten: Oft ist es schwierig, einzuschätzen, ob die Antworten der Jugendlichen ehrlich sind oder ob sie den Drogenkonsum verharmlosen, um ihn fortsetzen zu können. Deshalb ist bei diesem riskanten, belastenden Thema, meist ein neutraler, fachlicher Blick sehr sinnvoll. Kostenlose, professionelle Beratungsstellen und weitere Informationen findest du z.B. online bei der Elternberatung >>www.elternberatung-sucht.de. Oft ist es auch für die Jugendlichen selbst hilfreich, mit einer neutralen Person über ihren Drogenkonsum zu sprechen. Aber auch wenn dein Kind sich zunächst weigert ist es sinnvoll, als Elternteil Beratung in Anspruch zu nehmen.

Autorin – Melanie Schüer

Dieser Artikel wurde von Melanie Schüer verfasst.
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