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Elternfrage

Wie kann ich die Milchbildung anregen?

Autorin – Melanie Schüer | Lesezeit: Etwa 4 Minuten

Wenn du den Eindruck hast, dass dein Baby nicht satt wird, kann das verschiedene Ursachen haben: du hast tatsächlich zu wenig Milch, weil dein Baby gerade einen Wachstumsschub hat. Vergewissere dich, wie viel Milch dein Baby normalerweise braucht. Es kann aber auch sein, dass du, ohne es zu merken, die Muttermilchmenge reduziert hast, weil du zu selten angelegt hast oder beim Anlegen die Brust nicht geleert wurde. Vielleicht bist du aber auch gestresst oder du trinkst oder isst zu wenig?

In sehr seltenen Fällen gibt es auch organische Ursachen, z.B. dass dein Baby ein verkürztes Zungenbändchen hat und deshalb nicht gut saugen kann. Häufig aber kannst du selbst die Milchbildung anregen und die Situation verbessern. In jedem Fall lohnt sich ein Gespräch mit einer Hebamme oder Stillberaterin, um die Ursache abzuklären.

Fenchel Tee mit Sieb und Tasse

Was die Milchbildung fördert

Wenn du weißt, was der Grund für die geringe Milchbildung ist, kannst du auch etwas tun:

  • Auf alle Fälle solltest du viel trinken, gerne zwei Liter oder mehr am Tag. Vorsicht vor Hausmitteln wie „trinke ruhig ein Gläschen Sekt – das regt die Milch an!“ Leider stimmt das nicht. Geeignet für die Milchbildung ist Stilles Wasser, und auch Stilltees auf Kräuterbasis, wie z.B. Anis, Fenchel oder Kümmel und besonders Bockshornkleesamen können die Milchbildung anregen. In der Apotheke gibt es außerdem Kapseln mit Bockshornkleesamen, welche die Milchproduktion anregen.

  • Hol dir Unterstützung, falls du dich überlastet fühlst oder zu wenig Schlaf bekommst. wellcome ist z.B. eine Organisation, die es in vielen Städten gibt und die gerne jungen Familien mit praktischer Hilfe zur Seite steht. Dein Körper kann nur dann die Milchproduktion erhöhen, wenn er die Kraft und Energie dafür hat.

  • Auch eine Milchpumpe kann helfen, die Milchbildung anzuregen. Du kannst in der Apotheke eine Milchpumpe leihen, mit der du auch die Intensität des Pumpens regulieren kannst. Das könnte z.B. dann übergangsweise oder ergänzend sinnvoll sein, wenn die Milchproduktion zurückgegangen ist, weil du zuvor zu wenig angelegt hast oder dein Baby zu schwach zum Saugen war. Du solltest dann aber kleine Mengen zwischen den Mahlzeiten deines Babys abpumpen, um deinem Körper das Signal zu geben, dass er mehr Milch bilden soll. Informiere dich, wie du Milch am besten abpumpen kannst.

  • Experimentiere mit dem Anlegen deines Babys. Wechsle die Seiten, suche eine bequeme Stillposition und denke immer daran, dass dein Baby an die Brust geführt wird und nicht umgekehrt. Überhaupt solltest du viel und gerne an dein Baby denken – auch das wirkt anregend auf die Milchbildung.

Für einen guten Stillstart gibt es viele Tipps, die dir helfen können. Auch der Besuch einer Stillgruppe in deiner Nähe kann hilfreich sein. Außerdem lernst du dort andere stillende Mütter kennen, mit denen du dich unter fachlicher Anleitung austauschen kannst.

Autorin – Melanie Schüer

Dieser Artikel wurde von Melanie Schüer verfasst.
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