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Mutter beim Friseur
Format: Artikel – Schreibfeder auf dem Tisch
Artikel

Und wo bleibe ich?

Autorin – Silke Plagge | Lesezeit: Etwa 3 Minuten

Job, Partner, Kinder - neben der alltäglichen Arbeit und Organisation gibt es bei aller Zufriedenheit vielleicht auch die leise Stimme, die fragt: „Und ich, wo bleibe ich?“ Tue diese Stimme nicht als Störenfried ab, sondern gehe ihr nach, höre auf sie. Sie kann dir den Weg zeigen, wie du auch als working Mom/Dad gut für dich selber sorgen kannst. Nimm dir Zeit – vielleicht ein längerer Spaziergang allein – und stelle dir die folgenden Fragen.

Wo sind meine persönlichen Kraftquellen?

Woraus schöpfe ich Kraft? Wie habe ich bislang dafür gesorgt, dass mein Akku wieder aufgetankt wird? Sport? Wellness? Ein Sonntag im Bett? Ein genüssliches Bad? Was die/der eine als große Belastung empfindet, z.B. ein mehrgängiges Menü für Freunde kochen, ist für die/den andere/n das Highlight der Woche.

Auf welche Aktivitäten möchte ich auch zukünftig nicht verzichten?

Sport, Theater, Treffen mit Freunden/Freundinnen? Denke großzügig. Erst einmal geht es um deine Wünsche. Und wünschen darf man sich bekanntlich alles – selbst als Mutter/Vater.

Wie kann ich meine Kraftquellen auch weiterhin mobilisieren?

Vielleicht ist es z.B. möglich, dein Kind nicht direkt nach dem Job aus der Kita abzuholen. Eine kleine Pause einlegen und so für neue Kraft sorgen: Indem du beispielsweise mit einer Kollegin/einem Kollegen noch einen Kaffee trinken gehst. 

Warum sieht mein/e Partner/in denn nicht, dass ich am Ende meiner Kräfte bin?

Erwarte nicht, dass dein/e Partner/in oder andere Personen aus deiner nächsten Umgebung dir deine Wünsche von „den Lippen abliest“. Ein großer Fehler bei Überlastung besteht immer darin, in einem Zustand des Jammerns oder Nörgelns zu verharren. Hilfreicher ist es, sich die eigenen Bedürfnisse bewusst zu machen und diese dann – möglichst klar - zu kommunizieren. Das gilt natürlich auch für deine/n Partner/in.

Nicht alle Baustellen gleichzeitig bearbeiten!

Gehe spielerisch mit deinen Bedürfnissen um. Keinesfalls sollte dein Wunsch, dich selbst nicht zu vernachlässigen, zu einer weiteren Herausforderung werden, in die du Kraft und Energie stecken musst. Veränderungen brauchen Zeit. Hab Geduld – auch mit dir selbst.

Und noch ein Tipp zum Schluss

Eine erfahrene Hebamme hat einmal gesagt, dass junge Eltern einmal in der Woche etwas tun sollten, was weder gesund noch vernünftig ist, sondern einfach nur Spaß macht. Vielleicht praktizierst du das ja auch schon - dann bist du auf einem guten Weg.

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Autorin – Silke Plagge

Dieser Artikel wurde von Silke Plagge verfasst.