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Elternfrage

Welche Schlafposition ist für Babys am besten?

Autorin – Melanie Schüer | Lesezeit: Etwa 6 Minuten

Was für ein wundervoller Anblick: dein Baby schläft nach dem Stillen satt und zufrieden in deinem Arm ein. Am liebsten würdest du stundenlang so sitzen, aber leider gibt es viel zu tun, so dass du dein Baby zum Schlafen ablegen möchtest. Aber welche Schlafposition ist am besten? Soll dein Baby lieber auf dem Bauch schlafen, oder doch besser auf dem Rücken? Eine Frage, die wir gerne beantworten.

Baby schläft auf Rücken. Blau weiß gestreifter Strampler

Warum die Schlafposition bei Babys wichtig ist

Während es in den ersten drei Monaten häufig so ist, dass Babys direkt nach dem Stillen einschlafen, verändert sich das mit der Zeit: dein Baby wird wacher, nimmt seine Umgebung war und sollte dann nach und nach lernen, in seinem Bettchen einzuschlafen. Es wird dann von dir gleich in die beste Schlafposition gelegt, damit es sich daran gewöhnen kann, auf diese Weise einzuschlafen.

Tatsächlich gibt es Empfehlungen für die Schlafposition eines Babys, vor allem, um das Risiko für den plötzlichen Kindstod zu verringern. Die Angst davor ist groß, auch wenn Babys sehr, sehr selten im Schlaf sterben. Und auch dann ist nicht unbedingt die Schlafposition daran schuld. Trotzdem möchtest du natürlich jedes Risiko vermeiden, und dein Kind sicher schlafen legen. Die Auswahl hast du zwischen Rücken- Seiten- und Bauchlage. Empfehlenswert ist vor allem die Rückenlage, um das Risiko des Erstickens auszuschließen. Wenn dein Baby in seinem Bettchen aber sehr gerne auf dem Bauch liegt und du z.B. direkt daneben am Bügelbrett stehst, ist das kein Problem, da du jederzeit eingreifen könntest. Nur nachts, wenn du hoffentlich selbst schläfst, solltest du auf die Rückenlage achten.

Wenn du ihm einen Schlafsack anziehst, kommt es leichter zur Ruhe und hat trotzdem genügend Bewegungsfreiheit. Manche Babys werden auch gepuckt, wobei das nicht alle Babys mögen. Zudem ist das Pucken unter Kinderärzten immer noch umstritten. Aber wichtig ist nicht nur die Schlafposition deines Babys, sondern auch die Schlafumgebung.

Baby richtig Schlafen legen

Achte auf eine gute Raumtemperatur: Babys schlafen gut bei 16 – 18 Grad Celsius. Und natürlich sollte die ganze Umgebung, nicht nur das Schlafzimmer, rauchfrei und gut gelüftet sein, damit dein Baby gut schlafen kann. Verzichte auf ein Mützchen im Bett, damit sich dein Baby nicht überhitzt. Bitte reduziere die Menge an Kuscheltieren, denn auch daran könnte ein Baby ersticken, wenn es noch sehr klein ist. Experten empfehlen, im ersten Lebensjahr ganz auf ein Kuscheltier zu verzichten bzw. nur atmungsaktive dünne Schmusetücher o.ä. zu verwenden. Solltest du doch ein Kuscheltier nutzen, dann bitte ohne Knöpfe oder andere potenzielle Dinge, die sich lösen könnten.
Wenn dein Baby älter wird, ist es gut, den Raum abzudunkeln, in dem das Baby schläft. Manche Babys brauchen aber auch schon mit 2 Wochen Dunkelheit, um zu schlafen.

Die Bauch- und Seitenlage – Was für dein Baby gut ist

Die kinderärztliche Empfehlung ist hier recht eindeutig: versuche, dein Baby an die Rückenlage zu gewöhnen. Wenn dein Baby aber in dieser Schlafposition überhaupt nicht nur Ruhe kommt, versuche es mit der Seitenlage: du kannst dein Baby dabei leicht mit einem Nestchen, Keilkissen o.ä. abstützen, sodass es nicht auf den Bauch kippen kann. Aber wenn dein Baby unbedingt auf dem Bauch schlafen möchte und sich gegen jede andere Schlafposition wehrt, geht das auch. Achte aber dann darauf, dass das Köpfchen frei ist und dass keine Windeln, Felle oder Kuscheltiere die Atmung behindern können. Manche Eltern nutzen gerade für die Bauchlage auch eine Sensormatte, welche die Atmung des Babys überwacht.

Was du beachten solltest, wenn dein Baby im Familienbett schläft

Babys suchen Nähe. Viele Eltern entscheiden sich deshalb für das Familienbett. Auch das Stillen funktioniert dann fast im Schlaf, was gerade auch für Mütter praktisch ist. Doch das Schlafen im Familienbett ist nicht für alle Familien geeignet – es gibt viele Argumente für das Familienbett und viele dagegen. Wenn du dein Baby nachts bei dir haben möchtest, achte aber auf folgende Punkte:

  • die Matratze/Unterlage sollte nicht zu weich sein, sondern das Baby muss gut und sicher liegen können. Ein Wasserbett, Sofa o.ä. ist völlig ungeeignet.
  • das Baby schläft in Rückenlage und ohne Kopfkissen.
  • es sollten keine Kissen, Felle, Kuscheltiere herumliegen.
  • sowohl die Seiten als auch „Bettritzen“ sollten abgesichert sein, damit dein Baby weder herausfallen noch eingeklemmt werden kann.
  • sorge für genügend Bewegungsfreiheit: dein Baby sollte z.B. nicht zu eng zwischen Mama und Papa liegen, außer beim Kuscheln.
  • auch wenn das eigentlich selbstverständlich ist: Rauchen und Alkohol solltet ihr meiden, damit euer Baby weder mitraucht noch –z.B. durch eure verlangsamte Reaktionszeit bei Alkoholkonsum – gefährdet ist.

Wenn du dein Baby nicht im Familienbett, aber in der Nähe haben möchtest, eignet sich ein Babybett mit Rollen oder ein Stubenwagen oder ein Beistellbett besonders gut. Ein eigenes Zimmer braucht dein Baby zunächst nicht, im Gegenteil: es schläft am liebsten in eurer Nähe.

Autorin – Melanie Schüer

Dieser Artikel wurde von Melanie Schüer verfasst.
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