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Babywippe - Tipps zum Umgang

Babywippen sind ein Accessoire, das sich viele Eltern anschaffen oder geschenkt bekommen. Hier scheiden sich jedoch die Geister der Ärzte, Physiotherapeuten und Fachleute, was den Sinn oder Unsinn dieses kleinen Babymöbels angeht. Entscheidend ist dabei nicht zuletzt, wann, wie und wie lange eine Wippe eingesetzt wird. Unsere Tipps helfen dir dabei, mit der Wippe so umzugehen, dass es der Gesundheit deines Babys nicht schadet.

Wichtige Orientierung zum Umgang mit der Wippe

Flache Position - dem Rücken zuliebe
Ein Baby sollte idealerweise erst in die aufrechte Sitzposition gebracht werden, wenn es sich selbständig aufsetzen kann. Stell die Wippe daher so flach, dass dein Baby fast liegt. Die aufrechte Position belastet seine Wirbelsäule, weil Druck darauf ausgeübt wird. Viele Babys genießen zwar die aufrechte Haltung, weil sie ihnen einen besseren Überblick über ihre Umgebung gibt, sie sollte aber sehr maßvoll angeboten werden.

Dein Baby braucht Raum, um sich zu bewegen
Babys wollen sich bewegen. Die Kleinsten strampeln gerne mit den Beinchen oder spielen mit ihren Füßen. Ab dem vierten Monat bewegen sich Babys in der Rückenlage auch schon langsam zur Seite, bevor die erste große Drehung auf den Bauch kommt. In der Wippe ist all das nicht möglich. Die Babys sind in die Passivität gezwungen. Wichtige Entwicklungsschritte können hier ausgebremst werden. Darum biete deinem Baby immer wieder die Rückenlage an - idealerweise in einer Spielecke auf dem Fußboden oder in einem geräumigen Laufstall.

Babys brauchen Nähe
Manche Babys sind relativ lange glücklich in der Wippe und beobachten Mama oder Papa von dort aus. Ist dein Baby jedoch unruhig, ist es wichtig, dass du ihm auch körperliche Nähe gibst. Körperkontakt spüren, geschaukelt und gestreichelt werden tut deinem Kind gut – das kann keine Wippe ersetzen.

Wippe mit Musik? – Achtung Reizüberflutung!
Inzwischen gibt es Wippen mit allerlei Zusatzfunktionen. Von einem Wipp-Motor bis zu Musik und sich-selbst-bewegendem Mobile ist alles dabei. Hier kann dein Baby leicht zu sehr mit Reizen überflutet werden. Wenn es quengelig wird, nimm es besser auf den Arm und tröste es mit einem Lied oder ruhigen Worten. Dieser echte Kontakt kann dein Baby viel besser trösten und tut eurer Beziehung gut.

Wofür und für welches Alter eignet sich eine Babywippe?

Für Kinder, die noch nicht mobil sind
Wenn du eine Wippe benutzen möchtest, solltest du das nur so lange tun, bis dein Kind anfängt sich vorwärts zu bewegen, also zu robben oder zu krabbeln. Neugeborene haben in der Wippe auch noch nichts zu suchen. Zuerst ist es wichtig, dass dein Baby sein Köpfchen alleine halten kann. Ich würde den Einsatz einer Wippe für die Zeit zwischen dem dritten und siebten Monat (abhängig von der Entwicklung des Babys) empfehlen.

Sicherheit für kurze Situationen
In Situationen, in denen du nicht auf dein Baby aufpassen kannst, es aber in Sicherheit wissen willst, kannst du es in einer Babywippe anschnallen. Besonders hilfreich kann es sein, wenn du z.B. in der Dusche bist. Hier kann dir dein Baby zusehen und du kannst mit ihm sprechen. Eine Decke auf dem Badezimmerboden wäre allerdings eine sinnvolle Alternative.

Zum Essen, wenn das Kind noch nicht alleine sitzen kann
Wenn dein Kind noch nicht selbständig in die Sitzposition kommt, sollte es noch nicht in einem Hochstuhl sitzen. Du kannst es in dieser Zeit auf deinem Schoß füttern. Bei manchen Babys ist das allerdings schwierig. Hier kann eine Wippe hilfreich sein, weil das Baby hier nicht so aufrecht sitzen muss wie in einem Hochstuhl und der Rücken besser gestützt ist.

Schlafen in der Wippe? – Bitte nicht!
Babys sollten in der Wippe lieber nicht schlafen. Wenn das Kind einschläft, kann sein Köpfchen nach vorne fallen und die Atmung stören. Außerdem ist es für die Wirbelsäule eine unnötige Belastung. Schlafen sollte Dein Kind besser im Bettchen oder dem Kinderwagen. In aufrechter Position eignet sich ein Tragetuch. Da hat es den nötigen Halt durch dich und das Tuch.

Weniger ist mehr!
Wenn eine Wippe für dich hilfreich ist und dein Kind gerne darin ist, empfehle ich dir, sie immer mit Bedacht und so wenig wie möglich zu nutzen. Überlege, für welche Situationen du die Wippe nutzen möchtest und biete deinem Kind sonst so viel wie möglich die Liegeposition an oder trage es bei dir.

Worauf du beim Kauf einer Wippe achten solltest

Basic-Modell wählen
Eine Wippe braucht keine Zusatzfunktionen. Musik oder eine automatische Wippfunktion stört eher und kann dein Baby überfordern.

Rückenlehne verstellbar
Achte drauf, dass die Rückenlehne verstellbar ist. So kannst du – je nach Entwicklungsstand deines Babys – eine eher liegende oder aufrechtere Position einstellen.

Rückengerechte Haltung möglich
In der Regel sind Wippen ergonomisch gestaltet. Doch auch hier gibt es unterschiedliche Modelle. Der Rücken sollte gut gestützt werden.

Gesundheitlich unbedenkliches  Material
Da dein Kind sehr eng mit dem Material in Berührung kommt, ist es wichtig, dass das Obermaterial  gute Qualität hat und frei von Schadstoffen ist.

Wir wünschen dir viel Freude mit deinem Baby!

allgemeine Beratung

Du bist dir noch immer unsicher und hast weitere Fragen? >>Dann stell uns deine Frage! Unser Expertenteam hilft dir gerne weiter.

Autorin - Sandra Lößl

Dieser Artikel wurde von Sandra Lößl verfasst. 
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