1. Home
  2. Häufige Fragen
  3. Trockenwerden
  4. Ab wann sind Kinder trocken?
Elternfrage

Ab wann sind Kinder trocken?

Autorin – Sandra Lößl | Lesezeit: Etwa 4 Minuten

Ist dein Kind schon trocken? Bestimmt kennst du diese Frage, wenn du ein Kleinkind hast. Denn nicht nur andere Eltern, sondern auch Großeltern oder Betreuungspersonen bauen mit dieser einfachen Frage nach dem Sauberwerden schnell Druck auf. Viele wickelnde Mütter und Väter warten ungeduldig auf den Tag, an dem ihr Kind selbstständig in der Lage ist, Blase und Darm zu kontrollieren. Aber das Sauberwerden braucht seine Zeit und hängt mit dem Entwicklungs- und Reifeprozess deines Kindes zusammen. Auch ein Töpfchentraining kann das nicht beschleunigen.

Dabei ist dein Kind in der Regel schneller in der Lage, seinen Darm zu kontrollieren als seine Blase. Mehr als 90% aller Kinder sind mit 3 Jahren in der Lage, ihr „großes Geschäft“ auf der Toilette oder dem Töpfchen zu verrichten. Das Kind ist dann „sauber“, aber meist noch nicht „trocken“. Denn das Trockenwerden dauert etwas länger, da der Harndrang für dein Kind schwerer zu erkennen und zu kontrollieren ist. Besonders wenn es sehr aufgeregt oder in sein Spiel vertieft ist, kann es sein, dass etwas in die Hose geht, obwohl dein Kind eigentlich keine Windel mehr möchte/ braucht. Das Trockenwerden kann also vier bis fünf Jahre dauern. Kinder sind im Durchschnitt 33 Monate auch nachts trocken, tagsüber bereits mit 28 Monaten. Mädchen sind dabei meistens etwas früher soweit als Jungs. Eine gute Zeit zum Trockenwerden für ältere Windelkinderkann der Sommer sein, was du hier nachlesen kannst.

Töpfchen, Windeln und Teddy an einer Wolkentapete.

Erneutes Einnässen, wenn mein Kind schon sauber war

Dein Kind war schon sauber und trocken und nässt nun plötzlich wieder ein? Das kann passieren und ist ganz normal. Sauber und trocken werden ist ein wenig wie ein Tanz: Zwei Schritte vor, drei zurück. Wenn dein Kind Blase und Darm aber schon für längere Zeit sicher unter Kontrolle hatte, lohnt es sich genauer hin zu sehen. Gibt es Veränderungen, die es gerade belasten, wie die Geburt eines Geschwisterchens, ein Umzug oder eine neue KiTa? Steht es vielleicht unter Stress? All das kann Kinder in ihrer Entwicklung ein Stück zurückwerfen. Allerdings kann auch eine körperliche Ursache dahinterstecken, wie z.B. eine Blasenentzündung. Das kannst du ärztlich abklären lassen. Ernsthafte psychische Probleme können in seltenen Fällen auch dahinterstecken. Solltest du dir Sorgen machen, wende dich am besten an eine Beratungsstelle in deiner Nähe.

Einnässen bei älteren Kindern

Mit dem Einnässen von sehr viel älteren Kindern hat das nichts zu tun. Dieses tritt in Drucksituationen oder bei großem Stress eines Kindes auf. Sehr selten stecken hier organische Ursachen dahinter, sondern meist sind psychische Probleme der Auslöser. Das kann z.B. erhöhter Stress oder gar Mobbing in der Schule sein, die Trennung der Eltern, der Tod einer lieben Bezugsperson oder sexueller Missbrauch. Es ist gut, sich Rat zu holen, wenn dein Kind lange Zeit trocken ist und dann plötzlich wieder einnässt. Du kannst dich an den Kinderarzt wenden, um organische Ursachen auszuschließen oder du wendest dich an unsere Online-Beratung, wo man dir gerne auch Adressen in deiner Nähe vermittelt.

Autorin – Sandra Lößl

Dieser Artikel wurde von Sandra Lößl verfasst. 
Klicke >>hier, um mehr über unser Redaktions-Team zu erfahren.

Newsletter Anmeldung ZUR ANMELUNG

Online Beratung
zur Onlineberatung
» zur Beratung