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Tipps zur Sprachentwicklung - Sprechen und Sprache bei deinem Kind unterstützen

Das Sprechen und die Sprache deines Kindes entwickeln sich in den ersten sechs Lebensjahren rasant. Freue dich über Fortschritte, wie neue Silben beim Brabbeln, erste Worte oder Laute. Manchmal kann es verunsichern, wenn die Äußerungen deines Kindes noch nicht ganz korrekt oder unverständlich klingen. Dann fragst du dich sicherlich, wie du das Sprechen und die Sprache deines Kindes im Alltag sinnvoll unterstützen könntest?

Von diesen Tipps profitiert dein Kind

Wende sie im Alltag so oft wie möglich an. Es gibt jedoch auch einige Handlungen und Verhaltensweisen, die du besser vermeidest.

Sprich langsam und deutlich in einfachen Worten

In den ersten Lebensjahren profitiert dein Kind, wenn du in der Unterhaltung einen Gang runterschaltest. Wähle kurze Sätze, sprich langsam und betone Silben deutlich. Dein Kind hat so die Chance, das Gesagte in Ruhe aufzunehmen und Informationen zu verarbeiten.

Halte Augenkontakt, lasse dein Kind aussprechen, habe Geduld

Augenkontakt signalisiert Zuwendung, die dein Kind genießt. Es fühlt sich wahrgenommen und ist motiviert, eine Unterhaltung zu führen. Wichtig ist schon die Zuwendung bei Babys, wenn beispielsweise fröhlich gebrabbelt wird. Und auch wenn dein Vierjähriger aus dem Krippenalltag erzählt, sieh ihn an, wende dich ihm zu und – ganz wichtig – lass dein Kind immer ausreden! Vermeide es, dein Kind zu unterbrechen oder den Satz für dein Kind zu Ende zu sprechen. Habe Geduld, auch wenn kleine Stolpersteine das Zuhören erschweren.

Begleite Handlungen und Erlebnisse im Alltag mit Worten und Sätzen

Wenn du mit deinem Kind zusammen bist, benenne Menschen, Dinge und Geräusche aus der Umgebung. Durch Sätze wie: „Oh, ich höre die Feuerwehr“ oder: „Schau, da drüben läuft der Postbote“ lernt dein Kind in jedem Alter mit allen Sinnen. Begleite auch banale Handlungen mit Worten, beispielsweise: „Ich räume jetzt die Teller in den Geschirrspüler“. Und nicht vergessen: Lobe dein Kind, so oft du kannst: „Toll, dass du dein Spielzeug weggeräumt hast“.

Durch das sprachliche Begleiten von Handlungen bietest du kontinuierlich neue Worte an. Dein Kind ahmt diese nach und erweitert seinen Wortschatz.

Schaue dir täglich mit deinem Kind gemeinsam Kinderbücher an

Schon für Babys gibt es Bilderbücher und Stoffbücher zum Befühlen. Für die Älteren gibt es Bücher mit Text zum Vorlesen oder zum selbst entdecken. Beim Anschauen des Buches kannst du viel Unterstützung bieten, indem du langsam und deutlich sprichst oder Fragen zu den Ereignissen im Buch stellst („Zeig mir doch mal, wo die Kühe stehen“). Du kannst bei vielen Büchern auch einen Bezug zum Alltag deines Kindes herstellst („Schau, der Traktor auf dem Bild sieht genauso aus wie Opas Traktor in der Scheune“).

Wiederhole kleine Fehler deines Kindes korrekt

Wenn dein Kind Fehler beim Sprechen macht, baue das Gesagte in korrekter Form in deiner Antwort oder Rückfrage ein. Sagt dein Kind beispielsweise: „Ich möchte ein selbriges Glas haben!“ kannst du antworten: „Natürlich kannst du dein eigenes Glas bekommen“. Möchte dein Kind den „Tuchen taufen“ kannst du antworten: „Klar! Welchen Kuchen sollen wir denn kaufen?“.

Vermeide es, dein Kind auf seine Fehler hinzuweisen. Ebenso verlange nicht, dass dein Kind kleine Fehler noch einmal richtig nachspricht. Das würde dein Kind demotivieren und vermindert das sprachliche Selbstbewusstsein.

Du merkst, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Sprachentwicklung deines Kindes bewusst zu unterstützen. Vieles verläuft intuitiv, es ist jedoch gut, wenn du dir die Möglichkeiten regelmäßig vor Augen führst und regelmäßig anwendest. Denn ein Kind lernt viel von seinen Eltern und von seiner Umgebung.

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Autorin - Helen Mensen

Dieser Artikel wurde von >>Helen Mensen verfasst. Klicke >>hier, um mehr über unser Redaktions-Team zu erfahren.